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Unwetter

Unwetter richtet Spur der Verwüstung an

Unwetter
Philipp Seitz
am Dienstag, 21.06.2022 - 16:53

Vor allem in der Südhälfte des Freistaats kam es zu massiven Schäden. Doch die aktuellen Wetterprognosen versprechen nichts Gutes.

München - Die jüngsten Unwetter haben in Teilen Bayerns schwere Schäden angerichtet. Auf die Rekordhitze folgten Sturm, Starkregen und vor allem Hagel. Insbesondere in der Südhälfte kam es zu schweren Unwettern. Auf einem 300 km langen Strich von Günzburg bis nach Bad Füssing gab es teils Totalschäden bei Mais, Getreide und Rüben. Aber auch die Hallertau war – vor allem in den Gemeinden Au i. d. H. und Wolnzach – wieder einmal betroffen.

Die Vereinigte Hagel erreichten nach eigenen Angaben bislang Meldungen von über 20.000 ha geschädigter Fläche, darunter mehrere hundert ha Hopfenpflanzungen. Bezirksdirektor Dr. Philipp Schönbach geht im Moment von einer geschädigten Versicherungssumme in Höhe von 50 Millionen Euro aus. Wie hoch der Schaden letztlich ist, werden die Begutachtungen zeigen, die bereits angelaufen sind. 6.000 einzelne Felder müssen die bayerischen Sachverständigen in den kommenden Tagen regulieren. Dabei werden sie von Schätzern aus anderen Bundesländern unterstützt, um die Regulierung zügig zu stemmen.

Keine Entwarnung in Sicht

Entwarnung ist aber noch nicht in Sicht: Laut dem Deutschen Wetterdienst kann es auch in der Nacht von Dienstag, 21. Juni, auf Mittwoch, 22. Juni 2022, erneut zu schweren Unwettern mit Hagel und Sturmböen kommen. Insbesondere in Alpennähe und im südlichen Franken warnt der Deutsche Wetterdienst vor schwerem Gewitter.

Hagelkörner im Maisfeld

Auch aus Österreich wurden massive Schäden gemeldet. Vor allem in Oberösterreich tobten schwere Unwetter. Die Österreichische Hagelversicherung sprach in einer ersten Zwischenbilanz von einem landwirtschaftlichen Gesamtschaden von rund 6,3 Millionen Euro. Allein in Oberösterreich kam es dabei zu Schäden in Höhe von 5 Millionen Euro. Und die Landwirte können noch nicht Aufatmen: Die Prognosen würden für die nächsten Tage weiterhin auf hohes Unwetterpotenzial hinweisen, sagte Dr. Mario Winkler, Pressesprecher der Österreichischen Hagelversicherung, laut einer Pressemitteilung.