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Justiz

Weiterer Prozess im Allgäuer Tierskandal steht an

Richterhammer
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Michael Nagel
am Freitag, 06.05.2022 - 11:17

Ein Landwirt aus Bad Grönenbach und dessen Sohn müssen sich wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht verantworten.

Memmingen/Schwaben Das Landgericht Memmingen hat sich für den Beginn des Prozesses, bei dem sich ein Landwirt aus Bad Grönenbach und dessen Sohn wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz (das Wochenblatt berichtete) verantworten müssen, mit den Verfahrensbeteiligten auf den 20. September 2022 abgestimmt. Wie das Gericht mitteilte, seien 16 Verhandlungstage geplant. Die Landwirte bewirtschafteten Hofstellen in den Landkreisen Unter- und Oberallgäu sowie in der Stadt Kempten. In Anklage stehen Vorwürfe, kranke Tiere unzureichend medizinisch behandelt zu haben.

In zwei weiteren Fällen, die im Rahmen der „Allgäuer Tierskandale“ bekannt wurden, gibt es noch keine Prozesstermine, teilte das Landgericht mit. Hierbei geht es um einen Betrieb im Unterallgäuer Bad Grönenbach, in dem Rinder von einem Landwirt, dessen Sohn und ihren Mitarbeitern misshandelt und gequält worden sein sollen. In einem dritten Fall, sind ein Landwirt und seine beiden Söhne, gleichfalls aus Bad Grönenbach, angeklagt, weil sie über 30 Rinder auf ihrem Milchviehbetrieb nicht medizinisch behandelten, obwohl dies nötig gewesen wäre.

Lesen Sie mehr zum Thema: Für Schlagzeilen hatte 2019 und 2020 der sogenannte Allgäuer Tierschutzskandal gesorgt. Das Landgericht Kempten hat im Jahr 2021 bereits eine Landwirtsfamilie aus dem Oberallgäu zu Bewährungsstrafen verurteilt.