Zuchtviehauktion

Viele Kaufaufträge sorgen für gute Preise

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Redaktion Wochenblatt
am Donnerstag, 29.07.2021 - 13:36

Eine gute Nachfrage aus dem In- und Ausland sorgte für einen flotten Marktverlauf bei der Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft.

Kempten Zur Zuchtviehversteigerung der Allgäuer Herdebuchgesellschaft am Donnerstag, 22. Juli, in Kempten, waren neun Stiere, vier Mehrkalbskühe und 78 Jungkühe aufgetrieben. Bei bestem Heuwetter fanden jedoch nur wenige Käufer selbst den Weg in die Allgäuhalle. Eine gute Nachfrage aus verschiedenen Regionen im In- und Ausland sorgte jedoch für intensive Inanspruchnahme des Kaufauftragdienstes und somit für einen insgesamt flotten Marktverlauf in allen Kategorien.

Mit sehr interessanten und linienmäßig breit aufgestellten Abstammungen konnten die neun aufgetriebenen Stiere aufwarten. Einige Kandidaten ließen jedoch in der körperlichen Entwicklung und im Fundament Wünsche offen. So konnten fünf Stiere in Wertklasse 2 und vier weitere in die Wertklasse 3 eingereiht werden. Den Körsieger stellte Max Klemp aus Bad Grönenbach mit einem Capri-Sohn. Gezüchtet wurde er von der Jehle GbR aus Altenstadt-Dattenhausen aus einer Vassli-Mutter mit fast 9 % Gesamtinhaltsstoffen und guter Bewertung. Er präsentierte sich am Markttag mit einem guten Seitenbild und feinen Fundament. Er ging zum Tageshöchstpreis nach Oberbayern.

Den Reservesieger stellte Alban Immle aus Untermelden mit einem gut entwickelten Valid-Sohn. Er trat die Reise über den Brenner an.

Fünf Bullen konnten für durchschnittlich 1252 € verkauft werden. Neben annehmbaren genomischen Werten werden vor allem Bullen mit guter Entwicklung, korrektem Fundament und hohen Inhaltsstoffen bei den Müttern vom Käufer honoriert.

Ordentliche Qualität im Jungkuhsektor

Bereits bei der morgendlichen Bewertung der Jungkühe fiel eine insgesamt ordentliche Qualität im Jungkuhsektor auf. Es dauerte etwas, bis sich das Preispendel auch aufgrund des hohen Durchschnittspreises der vorangegangenen Auktion eingestellt hatte. Die vorangestellten Tiere waren somit im Nachgang im Verhältnis zur Qualität günstig, davon konnten auch die Nutzjungkühe profitieren. Einige Kreuzungskühe knackten ebenfalls die 2000-€-Marke.

Den Spitzenpreis der Braunviehjungkühe erzielte eine Bisto-Tochter aus der Zucht von Familie Schlecker aus Osterberg-Weiler. Das Highlight dabei: Eine Landwirtsfamilie aus der Nähe von Aachen verbringt derzeit ihren Jahresurlaub im Ostallgäu. Sie nutzte den Urlaub für einen Ausflug, um die Auktion in Kempten zu verfolgen, und ersteigerte vier hervorragende Jungkühe. Darunter auch das Spitzentier. Der Vater wollte im Winkerduell schon aufgeben, aber die Jungzüchterin hatte auf den Kauf dieses hervorragenden Tieres bestanden.
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Dass an diesem Tag sowohl die Qualität der angebotenen Tiere als auch die breite Nachfrage nach besten Jungkühen aus verschiedenen Regionen vorhanden war, unterstreicht die Vielzahl der vielen weiteren Jungkühe, die 1900 € und mehr kosteten. In der Reihenfolge des Kataloges waren dies eine Vintage-Tochter von Michael Epp Lengenwang-Reuthe, eine Vasan-Tochter von Hans-Peter Höllisch aus Oy-Mittelberg, eine Seasidebloom-Tochter der Riedle GbR Tiefenbruck, eine weitere Vasan-Tochter von Gerhard Fässler aus Oberschönegg, eine Partl-Tochter von Donat Hindelang aus Rettenberg, eine Anibal-Tochter von Winfried Kennerknecht aus Immenstadt, eine Vassli-Tochter von der Meggle GbR Dietmannsried, eine Seaman Tochter von Markus Adelgoss aus Rettenberg, sowie eine Pukat-Tochter von Alban Immle aus Untermelden.

Auch zwei Kreuzungskühe von Christian Gebler aus Marktoberdorf und Markus Gerle aus Untrasried konnten die 2000-€-Marke knacken.

Ein starker Durchschnittspreis

Insgesamt konnten 75 Jungkühe zu einem starken Durchschnittspreis von 1656 € verkauft werden.

Der nächste Zuchtviehmarkt der AHG findet am Donnerstag, 12. August, in der Allgäuhalle in Kempten statt. Anmeldungen und Kaufaufträge sind im Internet unter www.allgaeuer-herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter der Nummer 0831-52244-0 möglich.