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Mit Unterstützung gegen den Trend

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Pressemitteilung
am Donnerstag, 07.01.2021 - 09:03

Die Landmetzgerei Huber, Ummenhofen, erhält Mittel der Dorferneuerung.

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Andreas Huber aus Ummenhofen gilt beim Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach als Paradebeispiel. Der Metzgermeister schwamm gegen den Trend, machte sich in dem kleinen Jengener Ortsteil selbständig und betreibt dort eine Landmetzgerei.

Dankbar nahm er jetzt die staatliche Unterstützung über die Dorferneuerung für den Bau einer Verkaufsstätte entgegen. Eine fünfstellige Summe im mittleren Bereich war für den Ummenhofener eine willkommene finanzielle Hilfe bei den Plänen zur Stärkung seiner Selbständigkeit.

Bauoberrat Manuel Weigele vom ALE Schwaben begleitete Huber bei der Realisierung seiner Pläne. „Die Menschen im ländlichen Raum erwarten gleichwertige Lebensbedingungen und eine hohe Lebensqualität mit einer funktionierenden Grund-versorgung in ihrem Lebensumfeld“, so Weigele.

Förderbescheid in nur vier Wochen erhalten

Im Rahmen der Dorferneuerung in Weicht wurde das Fördergebiet für Privatmaßnahmen um das Projekt in Ummenhofen erweitert. Eine wichtige Grundlage für die Förderung. Und Andreas Huber nahm die Chance wahr, sozusagen als Kleinstunternehmer finanzielle Unterstützung zu erhalten. Innerhalb vier Wochen hatte der Metzgermeister den Förderbescheid in Händen.

„Mit diesem Förderinstrument haben wir die Möglichkeit, ländliche Räume zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten“, betont ALE-Leiter Christian Kreye. Damit würden die Bedürfnisse der Menschen mit Gütern oder Dienstleistungen des wiederkehrenden Bedarfs gedeckt.

Die Landmetzgerei von Andreas Huber ist so ein „Kleinstunternehmen zur Deckung des regelmäßigen Bedarfs“. Dazu gehören Bäckereien, Metzgereien, Gastwirtschaften, Dorfläden oder Pflegedienstleistungen.

Treff von Dorfbewohnern und Kunden

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Nachdem bei Andreas Huber der Neubau einer Verkaufsstätte anstand, hat er die Unterstützung gerne angenommen. Ganz unbewusst stärkt er damit auch das soziale Leben im Dorf samt der näheren Region.

Sein Geschäft wird zum Treff von Dorfbewohnern und Kunden. Der soziale Austausch im Laden fördert das Zusammenleben und führt aus der Anonymität“, so Weigele. Huber verkauft zwar bereits seit nahezu 15 Jahren selbsthergestellte Fleisch- und Wurstwaren. Der Neubau des Verkaufsraumes ist für ihn aber ein weiterer wichtiger Schritt sein Handwerksunternehmen zukunftsfähig zu machen.

Fachlich ist er dafür bestens gerüstet. 2003 absolvierte er den Meisterlehrgang und schloss ihn mit der Meisterprüfung ab. Mit dem Bau des Verkaufsraumes erfüllte er sich einen Traum und festigte seine Unternehmertätigkeit.

Huber hat ein vielfältiges Fleisch- und Wurstsortiment im Angebot. Eine Spezialität ist das Fleisch von Angus-Rindern, die er mit seinem Bruder Thomas züchtet. Auch sein Vater Hans ist mit vollem Eifer dabei. Wichtige Stützen sind seine Frau Sandra und seine beiden Kinder Theresa und Daniel, die tatkräftig mithelfen.

So wird die Landmetzgerei Huber im Wettbewerb gegen große Super- und Verbrauchermärkte bestehen. Der Metzgermeister leistet damit auch einen Beitrag das Metzgerhandwerk als nationales Kulturgut vor dem Aussterben zu bewahren.

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Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung

  • Im Rahmen der Dorferneuerung können Kleinstunternehmen gefördert werden, wenn sie in die Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung investieren.
  • Die Fördermittel sollen dafür eingesetzt werden, um die Bedürfnisse der Menschen mit Gütern des täglichen bzw. regelmäßigen Bedarfs zu decken – wie etwa für die Nahversorgung am Beispiel des neuen Hofladens in Ummenhofen.

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