Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Polizeibericht

Schwerer Unfall mit Mistgabel: Landwirt in Klinik geflogen

Mistgabel
Philipp Seitz
am Dienstag, 12.07.2022 - 10:28

Ein 73-Jähriger Landwirt muss nach einem schrecklichen Unfall schwer verletzt in ein Klinikum geflogen werden. Die Mistgabel hatte sich zuvor verfangen.

Mönchsdeggingen/Lks. Donau-Ries - Ein schrecklicher Unfall hat sich in Schwaben ereignet: Wie die Polizei mitteilte, hat sich ein 73-Jähriger Landwirt schwer verletzt. Der genaue Unfallhergang muss, wie es von der Polizei heißt, noch ermittelt werden. Nach ersten Einschätzungen überfuhr der 73-Jährige vermutlich beim Futterabfräsen eine Mistgabel, die sich dann in der Walze verfing und diese blockierte. Der Landwirt versuchte offenbar anschließend, die Mistgabel aus der Walze zu entfernen, wobei ein Bein in die nicht abgeschaltete Walze geriet und zerquetscht wurde.

Aufgrund der schweren Verletzungen musste der Mann mit dem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen werden. Der verletzte 73-Jährige war zuvor von seinem Bruder im Futtersilo des gemeinsamen landwirtschaftlichen Anwesens gefunden worden.

Der tragische Unfall hätte vermieden werden können, sagt Fritz Allinger von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Alte Fräsen mit Kettenantrieb seien nicht mehr zulässig. Es dürfen nur noch Fräsen ohne Selbsthaltung verwendet werden, das heißt, das Fräswerkzeug steht still, sobald der Landwirt den Hebel zum Fräsen aus der Hand lässt.

Die Berufsgenossenschaft appelliere an alle Benutzer von alten Fräsen, diese außer Betrieb zu nehmen und durch neuere Modelle zu ersetzen, bei denen die Fräse stehen bleibt, wenn der Fahrer den Fahrerplatz verlässt. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu ähnlichen Unfällen. Vor 25 Jahren ereigneten sich in Niederbayern zwei tödliche Unfälle durch weiterlaufendes Frässwerkzeug.