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Eichenprozessionspinner

Ein Schädling treibt sein Unwesen

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Externer Autor
am Montag, 27.05.2019 - 12:30

Der Eichenprozessionsspinner kommt im Landkreis Dillingen flächendeckend vor,

Dillingen Im Landkreis Dillingen ist der Eichenprozessionsspinner zum Problem geworden. So kommt der Schädling mittlerweile im Landkreis flächendeckend und mit deutlich erhöhten Populationsdichten vor. Verbreitungsschwerpunkte sind die Gebiete entlang der Donau und in den südlichen und südöstlichen Landkreisteilen.

Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um einen Nachtschmetterling, der von Ende Juli bis Anfang September schwärmt. Er neigt besonders in Trockenjahren zu Massenvermehrungen. Das Insekt kommt in Bayern an allen Eichenarten vor: Stieleiche, Traubeneiche und Roteiche.
Die älteren Raupen bilden große Gespinstnester an Stämmen und in Astgabelungen. Von hier aus wandern die Raupen aus den hohen Kronen schrittweise zu ihren Fressplätzen, wobei sie Prozessionen in Form von breiten Bändern bilden. Wenn die Raupen etwa Augenhöhe erreichen, ist die Gefährdung des Menschen besonders groß.
Die Raupen tragen Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten toxische und/oder allergische Reaktionen hervorrufen. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen bis zu Asthmaanfällen. Auch Augen und Haut von z. B. Hunden und Pferden reagieren empfindlich.
Der Befall auf öffentlichem Grund wird durch die Städte und Gemeinden bekämpft. Fachfirmen setzen hierbei ein dafür zugelassenes Biozid ein. Schädliche Nebenwirkungen für Mensch, Umwelt bzw. andere Tierarten treten nicht ein.
Die Abwehr auf privatem Grund liegt in der Verantwortung des Eigentümers. Grundstückseigentümer mit Eichenbestand erhalten Rat zur Erkennung und Bekämpfung des Schädlings bei der zuständigen Gemeinde- und Stadtverwaltung und beim Landratsamt.
Das Landratsamt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Bekämpfung nur von Fachleuten durchzuführen ist. Überdies ist von Fällaktionen und Rückschnitten bei Eichen abzusehen. Aus Gründen des Natur- und Artenschutzes dürfen Bäume während der Vegetationsperiode vom 1. März bis 30. September nicht gefällt sowie Hecken und Gehölze nicht beseitigt werden.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Befallsareale meiden
  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach Kontakt mit Raupenhaaren
  • Kontaminierte Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen
  • Empfindliche Hautbereiche (z. B. Nacken, Hals, Unterarme) durch Kleidung schützen
  • Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester des Eichenprozessionsspinners erkennbar sind
  • Bei Beschwerden einen Arzt aufsuchen und auf den Kontakt hinweisen.

Weitere Informationen: www.stmgp.bayern.de/vorsorge/ umwelteinwirkungen/ eichenprozessionsspinner/