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Vermarktung

Regionale Strukturen stärken

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Externer Autor
am Dienstag, 12.05.2020 - 09:52

(Nicht nur) im Unterallgäu gibt es zahlreiche Möglichkeiten vor Ort einzukaufen

Mindelheim/Lks. Unterallgäu Gesundheit steht in Zeiten der Pandemie an erster Stelle, sowohl die eigene, als auch die Gesundheit anderer. Dann kommt schnell die Frage nach einer sicheren und guten Versorgung mit Lebensmitteln. Der BUND Naturschutz ruft die Verbraucherinnen und Verbraucher entprechend dazu auf, regionale und nach Möglichkeit auch ökologisch erzeugte Lebensmittel nachzufragen. Denn teilweise über Jahrzehnte aufgebaute zukunftsweisende und nachhaltige Erzeugungs- und Vermarktungsformen wie der ökologische Landbau und regionale Versorgung über Direktvermarktung dürfen der Corona Pandemie nicht zum Opfer fallen.

Noch zahlreiche Möglichkeiten stehen offen

Im Unterallgäu ist es nach wie vor möglich, auf Wochenmärkten einzukaufen, wie z. B. donnerstags auf dem Bio-Markt in Türkheim. Auch Hofläden und Direktvermarkter wie Bioland-Hof Knaus in Mussenhausen oder Friedl‘s Erlebnishof in Niederrieden sind geöffnet und freuen sich über Kundschaft. Ein Einkauf auf dem Bauernhof bietet auch für die Kinder eine kleine erlaubte Abwechslung im Corona-Alltag. Wo es möglich ist, kann der Einkauf mit dem Fahrrad ein wichtiger Fitnessbeitrag in sonst bewegungsarmen Zeiten sein. Das schont zusätzlich das Klima. Wohlgemerkt immer unter Berücksichtigung der offiziellen Verhaltensregeln.

Der BUND Naturschutz schlägt vor: Erkundigen Sie sich bei dem Hofladen, Wochenmarktstand und Naturkostladen Ihres Vertrauens, wie Sie sich dort sicher mit guten Lebensmitteln versorgen können. Von Bio-Abokisten und Bio-Lieferdiensten wie z. B. „Frische Kiste“ aus Bedernau und dem Demeterhof Stümpfl aus Unggenried kann man sich direkt zu Hause beliefern lassen.
Viele kommen derzeit mit der gewachsenen Nachfrage zwar kaum noch nach, aber Versuch macht klug. In vielen Naturkostläden und (Bio)-Supermärkten wie der Bio-Oase in Bad Wörishofen, bei Naturkost Kling in Benningen oder in Mindelheim bei Naturkost Sießmeir gibt es Gemüse aus der Region zu kaufen, greifen Sie auch dort saisonal und regional zu.

Solidarische Landwirtschaft

Was früher „food coops“ waren, sind heute Projekte der Solidarischen Landwirtschaft. Wer Mitglied in einer solchen Solidargemeinschaft ist wie z. B. bei G-Öko-Land in Rot an der Rot oder beim Gemüsegarten Kaufering - um Beispiele aus der näheren Umgebung zu nennen- teilt sich die Risiken, die das Wetter und mögliche Krankheits- oder Schädlingsausfälle auf die Erntemengen bringen mit dem Bauern. So gibt es für einen festen Betrag mal mehr und mal weniger Lebensmittel im Abo.
In vielen Solidargemeinschaften werden die Ernteteiler auch gebeten, selbst mit Hand anzulegen und bei Arbeitseinsätzen mitzumachen oder sich an der Lieferung und Verteilung der Waren zu beteiligen. Diese Form der Verbraucherbeteiligung baut eine neue Beziehungsqualität zwischen denen die essen und denen die für die Herstellung des Essens sonst alleine verantwortlich sind.

Wer die Wahl hat übernimmt Verantwortung

Der BUND Naturschutz empfiehlt, wo immer möglich und nicht nur bei Lebensmitteln, die kleinen Geschäfte vor Ort zu bevorzugen, anstatt bei den großen Konzern-Lieferdiensten zu bestellen. Insbesondere kleine, inhabergeführte Läden bemühen sich mit kreativen Angeboten und eigener Auslieferung in der Nähe, ihre Geschäfte in der jetzigen Krisenzeit über Wasser zu halten. Rufen Sie bei ihrem Lieblingsladen oder -restaurant an oder schauen Sie digital vorbei, welche Angebote es während der Ausgangsbeschränkungen gibt.

Der BN befürchtet ansonsten den weiteren Ausbau von großen Logistikzentren und die stärkere Konzentration der Marktmacht großer Konzerne, die über Preisdruck mittelständische Strukturen gefährden.

Weitere Direktvermarkter*innen, Hofläden, Wochenmärkte, etc. in Ihrer Nähe finden Sie auf folgenden Internetseiten: Bio-Einkaufsführer für das Allgäu des Bio-Ring Allgäu e. V. in Kooperation mit dem BN https://memmingen-unterallgaeu.bund-naturschutz.de/fileadmin/kreisgrup pen/memmingen/Kreisgruppe/Bio/Bio-Einkaufsfuehrer.pdf oder https://bio-einkaufsfuehrer-bayern.de/ und RegioApp vom Bundesverband Regionalbewegung www.regioapp.org/regionales-finden/.

Infos über diese Projekte, die auch in Corona-Zeiten unter verstärkten Sicherheitsbestimmungen weiterhin ausliefern dürfen unter: https://www.solidarische-landwirtschaft.org/aktuelles/news/corona-kriseund-solawi/Internetbestellungen Weitere Direktvermarkter*innen, Hofläden, Wochenmärkte, etc. in Ihrer Nähe finden Sie auf folgenden Internetseiten: Bio-Einkaufsführer für das Allgäu des Bio-Ring Allgäu e. V. in Kooperation mit dem BN https://memmingen-unterallgaeu.bund-naturschutz.de/fileadmin/kreisgrup pen/memmingen/Kreisgruppe/Bio/Bio-Einkaufsfuehrer.pdf oder https://bio-einkaufsfuehrer-bayern.de/ und RegioApp vom Bundesverband Regionalbewegung www.regioapp.org/regionales-finden/..