Projekt

Nachwuchsforscher wollen Heubrände verhindern

Heubrand
Philipp Seitz
am Mittwoch, 02.06.2021 - 10:28

Bei „Jugend forscht“ setzten sich die Tüftler auch mit Themen der Landwirtschaft auseinander. Die Ergebnisse sind beeindruckend.

Heilbronn/München Die besten Nachwuchsforscher Deutschlands stehen fest. Und die Erfindungen und Ergebnisse sind innovativ und spektakulär. Ein Forschungsprojekt, an dem zwei Gymnasiasten aus dem Allgäu tüftelten, könnte Landwirten und Einsatzkräften künftig helfen. Im Fachgebiet Arbeitswelt erhielten Samuel Fäßler (18) und Cedric Steiert (17) vom Gymnasium Lindenberg den dritten Platz beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“.

Sie entwickelten ein digitales Temperaturüberwachungssystem, das große Heubrände verhindern soll. Seit 2019 befassten sich die beiden Gymnasiasten bereits mit dem Thema, welches für die Landwirtschaft von großem Interesse sein könnte. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo freute sich über die Auszeichnung der jungen Tüftler aus Bayern und die vielen spannenden Projekte im Freistaat: „Die herausragenden Leistungen zeigen das wissenschaftliche Können und den großen Forschergeist.“

Auch weitere Projekte sorgten für Aufsehen. Der 16-jährige Amon Schumann aus Berlin entwickelte ein Konzept zur Optimierung üblicher Verfahren der Wetterdatenmessung. Zum einen setzte er auf die umweltschonende Wiederverwendung gelandeter Wetterballons, zum anderen entwickelte er eine eigene Sonde, die leicht ist und mit Solarstrom betrieben wird. Der 17-jährige Marik Müller aus Brandenburg errang den Bundessieg im Fachgebiet Biologie. Er entwickelte eine Methode, die das Antibiotikum Florfenicol spaltet und inaktiviert, bevor Reste davon nach der Anwendung in die Umwelt gelangen. So wird das Risiko der Entstehung resistenter Keime reduziert.