Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Ernährung

Milch - für einen guten Start in den Tag

Milch trinken
Patrizia Schallert
am Donnerstag, 24.10.2019 - 09:17

Zum Weltschulmilchtag gab es an der Grundschule in Fremdingen ein Aktionsprogramm.

Fremdingen/Lks. Donau-Ries - Ein gesundes Frühstück ist wichtig für einen guten Start in den Tag, weil es die Energiespeicher des Körpers füllt und die Konzentration fördert. Zum Weltschulmilchtag organisierte Edith Auchter vom AELF Nördlingen an zwei Donau-Rieser Grundschulen einen Aktionsvormittag, um den Kindern den Wert der Milch in der Ernährung zu vermitteln. Dafür hatte Andrea Krebes einen Lernzirkel für die ersten bis vierten Klassen vorbereitet. Die Mädchen und Buben waren von der Aktion begeistert und machten bei den Aufgaben fleißig mit, die ihnen die staatlich geprüfte Dorfhelferin und Ernährungsberaterin gestellt hatte.

Der Weltschulmilchtag wurde vor 20 Jahren von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ins Leben gerufen und findet mittlerweile in mehr als 40 Ländern jeweils am letzten Mittwoch im September statt. „Das tägliche Glas Schulmilch ist eine bedeutende Energiequelle für die Kinder“, betonte Edith Auchter. Milch sei ein optimaler Mix aus Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweiß, Fett und Kohlehydraten.

Der Weltschulmilchtag ist eine Aktion im Rahmen des EU-Schulprogramms für Milch, Obst und Gemüse. Mädchen und Buben von Grund- und Förderschulen der Jahrgangsstufen 1 bis 4, Kindergartenkinder ab drei Jahren bis zum Schulantritt und Häuser für Kinder erhalten kostenlos vorzugsweise regionales und saisonales Obst und Gemüse, Milch und ausgewählte Milchprodukte. Das Programm wird aus Landes- und EU-Mitteln finanziert. Der Anteil der bayerischen Schulen, die über das EU-Schulprogramm Obst und Gemüse beziehen, liegt bei rund 80 %, bei Milch und Milchprodukten jedoch nur bei 20 %. „Hier ist also noch viel Luft nach oben“, sagte Auchter.

Schulen gezielt angesprochen

Deshalb hat die hauswirtschaftliche Fachlehrerin gezielt Schulen wie die Grundschule in Fremdingen und Oettingen angesprochen, die noch keine Milch und Milchprodukte über das EU-Schulprogramm erhalten. Mit Andrea Krebes konnte das AELF Nördlingen eine Referentin gewinnen, die auch im Netzwerk Junge Eltern/Familien tätig ist. Die 49-Jährige aus Löpsingen hat drei Kinder, außerdem hat sie eine Ausbildung zur Ländlichen Hauswirtschafterin, Ernährungsberaterin, „FenKid“-Kursleiterin und staatlich geprüften Dorfhelferin absolviert. Mit ihrem Lernzirkel erklärte sie den Mädchen und Buben der Grundschule Fremdingen, wie die Milch vom Laufstall mit dem Sammel-Lkw in die Molkerei, von dort in die Glasflasche und schließlich zum Supermarkt gelangt. „Schulmilch hilft euch, die Leistung und Konzentration auf hohem Niveau zu halten“, betonte Krebes.
Kreisbäuerin Ruth Meißler, die an einer Unterrichtseinheit zum Schulmilchtag in Fremdingen teilgenommen hatte, war begeistert, wie Krebes die Schülerinnen und Schüler zum Mitmachen motivierte und wie viele wertvolle Informationen rund um die gesunde Ernährung sie den Kindern mitgab. Dazu gehörten auch Fingerspiele, mit denen die Ernährungsberaterin zeigte, wie hoch der Tagesbedarf von Milch und Käse ist, wie viel Handvoll Gemüse und Obst Kinder täglich essen sollten und wie wichtig tägliche Bewegung ist. In der Pause unterstützten die Kreisbäuerin und Ina Korndörfer vom Landwirtschaftsamt Nördlingen die Lehrkräfte beim Ansturm der vier Schulklassen auf die vom Bioland-Hof Schwarz & Schartel aus Maihingen gelieferte Schulmilch.