Prämierung

Jede Menge köstlicher Spezialitäten

LVÖ Bayern
am Dienstag, 21.01.2020 - 08:15

Ministerin Michaela Kaniber zeichnet in Berlin Bayerns beste Bioprodukte aus.

Jede Menge köstlicher Spezialitäten
Ministerin Michaela Kaniber zeichnet in Berlin Bayerns beste Bio-Produkte aus
Berlin Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber den zehn Siegern des Wettbewerbs um die besten bayerischen Bioprodukte gratuliert, zwei davon kommen aus dem Allgäu.
Mit Silber wurde in diesem Jahr der Bio-Hof Regis aus Dietmannsried, Landkreis Oberallgäu, für das „Allgäuer Horn­ochse Ur‘Gselchte“ augezeichnet. Das „Allgäuer Horn­ochse Ur‘Gselchte“ ist ein besonders edler Rohschinken, der in traditioneller Handwerkskunst hergestellt wird. Es besteht aus mageren Rindfleischstücken, die mit Salz und einer Gewürzmischung gepökelt und über mehrere Monate hinweg getrocknet werden. Die Herstellung erfolgt unter denselben klimatischen Bedingungen wie anno dazumal, als das G‘selchte in strengen Wintern der klaren, trockenen Bergluft ausgesetzt war. Damit sich die verbleibende Feuchtigkeit optimal verteilt, wird das Fleisch in dieser Zeit mehrmals zusammengepresst.
Bronze für die „Beschwipste Anna rot“
Bronze gab es für die „Beschwipste Anna rot“ der Bio-Schaukäserei Wiggensbach, ebenfalls im Landkreis Oberallgäu. „Wer genau die Anna ist, lässt sich abschließend nicht mehr klären. Aber woher sie ihren roten Schwips hat, schon“, wird der Käse launig vorgestellt. Denn eigentlich liegt der Heumilchkäse in der Bio-Schaukäserei Wiggensbach gemütliche 14 Wochen lang zur Reife auf Fichtenbrettern im hauseigenen Ziegelgewölbekeller. Jeden zweiten Tag aber kommt ein Mitarbeiter und schmiert die Laibe für die „beschwipste Anna“ ein mit einem Gemisch aus Rotweinhefe und Salzlake.
„Die Preisträger haben wieder einmal deutlich gemacht, wie leistungsstark, innovativ und vielfältig die Bio-Branche in Bayern ist“, sagte die Ministerin bei der Preisverleihung in der Bayernhalle. Der Wettbewerb wird seit 2012 von der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) ausgelobt. Heuer hatten sich 40 Hersteller und Verarbeiter mit 57 Produkten beteiligt. Der Freistaat ist mit aktuell über 10 000 Bio-Betrieben und 350 000 ha bewirtschafteter Fläche größter deutscher Produzent von ökologischen Lebensmitteln.
Bayern ist bundesweit auch der größte Produzent von Käse. 2019 wurden ersten Schätzungen zufolge rund 1 Mio. Tonnen Käse hergestellt. Das sind mehr als 40 % der gesamten deutschen Produktionsmenge. „Der Käse ist das wichtigste Produkt der bayerischen Milchwirtschaft und hat damit einen enormen Stellenwert für unsere gesamte Land- und Ernährungswirtschaft“, sagte die Ministerin bei ihrem Rundgang. Allein die milchverarbeitenden Unternehmen sichern über 18 000 Arbeitsplätze, die Landwirtschaft erzielt rund ein Drittel ihrer Verkaufserlöse mit der Milchproduktion.
In Berlin ist das Allgäu freilich mit verschiedensten Spezialtäten vertreten, etwa auch mit der Wander-Imkerei aus Maierhöfen im Landkreis Lindau. Imkermeister Rainer Krüger bietet seinen Honig in der Bundeshauptstadt als „Hercules Bienenpower“ an.
Allgäu wirbt als eine
einzigartige Urlaubsregion
Bayern präsentiert sich auf der Grünen Woche zudem selbstbewusst als gastfreundliche Urlaubsregion. In der beliebten Bayernhalle überzeugen sich die Messegäste, was der Süden Deutschlands an kulinarischen Schätzen und einzigartigem Landurlaub zu bieten hat.
Dort ist wieder die Anbietergemeinschaft „Mir Allgäuer – Urlaub auf dem Bauernhof“ und Spezialitätenhersteller der Region zu finden. Sie ziehen wieder alle Register, um die Berliner für die besondere Ferien- und Genussregion zu begei­stern. Ministerin Kaniber schaute bei ihrem Messerundgang natürlich bei den Allgäuern vorbei und probierte typische Schmankerl. Bei „Mir Allgäuer“-Vorsitzenden Angelika Soyer informierte sich die Politikerin über die vielfältigen touristischen Angebote und aktuelle Trends.