Tierhaltung

Martin Schöffel besucht Grönenbacher Milchviehbetrieb

Bad Grönenbach
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am Freitag, 08.11.2019 - 08:45

Der Vorsitzende des CSU-Arbeitskreises Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Bayerischen Landtags informiert sich vor Ort.

Bad Grönenbach/Lks. Unterallgäu - Der Ort im Unterallgäu hat dieses Jahr traurige Bekanntheit durch Missstände auf einem Großbetrieb erhalten. Dass dieser Skandalbetrieb nicht als beispielhaft für die Region zu betrachten ist, zeigt der Hof der Familie Trunzer. Er hält 80 Kühe. Ein durchschnittlicher Milchviehbetrieb im Unterallgäu hat knapp 60 Kühe. Der Hof der Familie Trunzer steht also durchaus auch mit Blick auf die Größe für viele andere Landwirte im Landkreis.

Martin Schöffel besuchte den Betrieb auf Einladung von Mdl Klaus Holetschek. Die Landwirte müssten raus aus ihrer Opferrolle, sagt Holetschek. Niemand könne besser erklären, wie die Arbeit funktioniert. „Vielleicht wäre es auch ein überlegenswerter Ansatz bereits im Kindergarten oder in der Schule immer wieder mal einen Bauernhof zu besuchen, um mehr über die Arbeit der Landwirte zu erfahren und bereits die Kinder und Jugendlichen zu sensibilisieren.“

Der Haushalt 2019 für die Landwirtschaft, einschließlich Forst und Maßnahmen der Ländlichen Entwicklung, umfasse mittlerweile rund 1,54 Mrd. €. Das sei gegenüber 2018 eine Steigerung von rund 38 Mio. € bzw. 2,6 %. Mit der einzelbetrieblichen Investitionsförderung wolle man die Haltungsbedingungen weiter verbessern. So wurden in den letzten zehn Jahren mehr als 5000 tiergerechte Ställe gefördert. Allein in der aktuellen Förderperiode konnten seit dem Jahr 2015 mit dem Agrarinvestitionsprogramm (AFP) und dem Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft für nahezu 1500 tiergerechte Bauvorhaben rund 175 Mio. € staatliche Unterstützung bewilligt werden. Das bedeute: Rechnerisch geht in Bayern jeden Tag ein Stall in Betrieb, der das Tierwohl verbessert, so Holetschek.