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Waldpflege

Junge Wälder pflegen: Vorsorgen ist besser als heilen

Jungbestand
AELF Immenstadt
am Mittwoch, 04.12.2019 - 15:35

In einem Forst bei Reichenbach fand eine Schulung zur Pflege junger Waldbestände statt.

Reichenbach/Lks. Oberallgäu - Dort zeigten die Förster Robert Proksch und Moritz Teufel vom AELF Kempten den Waldbesitzern, was schon in 20- bis 30-jährigen Wäldern getan werden muss, um den Bergwald und dessen wichtige Schutzfunktion langfristig zu erhalten.

Organisiert hatte die Fortbildung die Bayerischen Forstverwaltung im Rahmen der Bergwaldoffensive. Getreu dem Motto „Vorsorgen ist besser als heilen“ wurde das Ziel des Pflegeeingriffs vermittelt: Die Bergwälder frühzeitig und zielgerichtet stabilisieren, Mischbaumarten zur Bodenpflege und Risikostreuung erhalten sowie die Bestände so fit für den Klimawandel zu machen.

Nachdem das Pflegekonzept vorgestellt war, wurde es gleich in die Praxis umgesetzt: Die Teilnehmer hatten zu entscheiden, welche Bäume gefördert und welche gefällt werden müssen. Die Auswahl wurde besprochen und offene Fragen geklärt. Mit diesen Infos sind die Waldbesitzer nun gerüstet, um im eigenen Forst zur Tat zu schreiten. Sie erfuhren auch, welche finanziellen Fördermöglichkeiten das AELF bereitstellt.

Forstwirt Georg Rohrmoser vom AELF Kempten zeigte verschiedene Schnitt- und Fälltechniken im Schwachholz und erinnerte an die Arbeitssicherheit. Mittels der Plastikrutsche „log-line“ wurde gezeigt, wie schwache Holzsortimente (Stangen, Brennholz) mit wenig Aufwand zu Tal gebracht werden können.