Murmeltiere

Höchste Zeit für den Winterspeck

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Brigitte Früh
am Donnerstag, 13.09.2018 - 09:28

Statt sich den Bauch vollzuschlagen, spielen die beiden jungen Murmeltiere nahe der Zipfelsalpe oberhalb von Hinterstein lieber in der Sonne.

Das kann sich aber rächen, denn viele Jungtiere überleben ihren ersten Winter nicht, da es an den nötigen Fettreserven fehlt. Während des langen Winterschlafs von Oktober bis März leben die „Murmele“, wie die Nagetiere im Allgäu auch genannt werden, ausschließlich von ihren Fettreserven. Bei den Älplern sind die possierlichen Tiere nicht gern gesehen, denn sie legen umfangreiche Höhlensysteme an. Der Aushub kann große Halden bilden, die die Bewirtschaftung der Flächen erschweren. Zudem kommt es immer wieder vor, dass Weidevieh in einen Gang einbricht und sich dabei verletzt. Übrigens: Auch Murmeltiere machen Heu. Im Spätsommer werden Gräser abgebissen, in der Sonne trocknen gelassen und dann in den Bau gebracht. Das Heu verwenden die Tiere aber nicht als Nahrung im Winter, sondern als Polster fürs Winternest.