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Ein guter Zuverdienst

HWF (6)
Anja Fischer
am Mittwoch, 23.09.2020 - 09:25

Der Hauswirtschaftliche Fachservice Augsburg und Aichach-Friedberg sucht neue Mitglieder.

Der Hauswirtschaftliche Fachservice (HWF) Augsburg und Aichach-Friedberg bietet Menschen, die sich oder ihre Familie beispielsweise aufgrund einer Krankheit oder Geburt nicht selbst versorgen können, seine Hilfe an. Wie die erste Vorsitzende des HWF, Henriette Hassler, erklärt, ist der HWF auch eine Anlaufstelle, falls eine Krankenkasse hauswirtschaftliche Hilfe genehmigt.

„Leider können wir nur einen kleinen Teil dieser Hilferufe annehmen“, bedauert Hassler. „Deshalb suchen wir dringend weitere Frauen, die Interesse an einer selbständigen Arbeit bei uns haben.“ Der HWF biete eine Möglichkeit, flexibel einen Beruf auszuüben und die Arbeitszeit mit der eigenen Familie abzustimmen, ohne an feste Stunden gebunden zu sein.

Gut mit der Familie vereinbar

Als stellvertretende Vorsitzende ist Frauke Schmidt beim HWF für die Auftragsvermittlung zuständig. Sie fing beim Fachservice an, als ihre Kinder noch klein waren. „Damals habe ich nur Einsätze mit geringem Stundenaufkommen übernommen“, erinnert sie sich. „Das war gut mit meiner Familie vereinbar.“ Heute sind die Kinder groß, die Einsätze mehr geworden. „Es ist schön, wie sehr die hauswirtschaftliche Arbeit in diesem Bereich noch geschätzt wird“, freut sich Schmidt.

Wenn sie einen Auftrag übernimmt, den die Krankenkasse genehmigt hat, versorgt sie für ein paar Stunden am Tag die betreffende Familie. Sie kauft ein, kocht, wäscht, putzt oder kümmert sich um die Kinder und hilft ihnen bei den Hausaufgaben. „Bei solch einem Einsatz sind die unterschiedlichsten Dinge zu erledigen.“ Man müsse flexibel sein, bekomme mit der Zeit aber auch Routine.

Absprache mit der Krankenkasse

Wie viele Stunden die Helferinnen in der Woche zur Verfügung haben, entscheidet die Krankenkasse, und wann diese Stunden abgeleistet werden, wird mit der Familie abgesprochen. „Oft lässt sich das gemeinsam mit der Familie so einteilen, so dass alle zufrieden sind und es mit ihrem Tagesrhythmus vereinbaren können“, fügt Hassler hinzu. Die Dauer der Einsätze ist unterschiedlich. Sie kann sich auf ein paar Tage nach einer Entbindung oder auch auf einige Wochen belaufen, wenn sich die Mutter beispielsweise ein Bein gebrochen hat. Ob sie einen Auftrag übernehmen, entscheiden die HWF-Mitglieder selbst.

Gibt eine Anfrage einen täglichen Zeitaufwand von acht Stunden vor, wird auch schon einmal versucht, den Einsatz zu teilen. „Er muss für das einzelne Mitglied machbar sein“, betont Henriette Hassler. Für sie liegen die Vorteile einer Tätigkeit beim HWF auf der Hand: „Ich arbeite als Selbständige, kann meine Zeit flexibel einteilen und habe mit Menschen zu tun. Außerdem ist es ein gutes Gefühl, helfen zu können.“ Die Mitarbeit im HWF sei eine sinnvolle Aufgabe, die durch den häufigen Einsatzwechsel keine Monotonie aufkommen lasse. „Man lernt auch ganz persönlich viel dazu durch die Erfahrungen, die man sammelt“, sagt die Vorsitzende.

Dringend weitere Mitglieder gesucht

Um noch mehr helfen zu können, sucht der HWF dringend neue Mitglieder. Voraussetzung ist eine Ausbildung im hauswirtschaftlichen Bereich, beispielsweise als Hauswirtschafterin oder Hauswirtschaftsmeisterin. Der HWF biete einen guten Zusatzverdienst, der mit Familie und Kindern vereinbar sei.

Frauen, die sich dafür interessieren, sollten flexibel sein, mobil, gerne mit Menschen und Kindern umgehen und eine Leidenschaft für den Haushalt und die Hausarbeit mitbringen. Jeder Einsatz unterliegt der Schweigepflicht. Rund vier bis fünf Stunden Zeit pro Tag sollte eine Bewerberin aufbringen können, aber „die Einsätze gehen ja nicht immer nahtlos ineinander über“. Die Frauen hätten zwischendurch auch oft Zeiten, in denen sie länger zuhause sind.

Wer sich für eine Mitarbeit im HWF interessiert, kann unter „www.hwf-schwaben.de“ Kontakt mit dem Verein aufnehmen.