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Ausbildung

Gute Aussichten in der Hauswirtschaft

Ehrung für die Jahrgangsbesten: Johann Bergmaier (l.) und Axel Heiß (r.) würdigten die Jahrgangsbesten (v. l.) Veronika Spatz, Gertraud Sontheim und Judith Reile.
Birgit Böllinger
am Dienstag, 16.08.2022 - 08:57

Unter den 77 erfolgreichen Absolventen aus dem nördlichen Schwaben im Hauswirtschaftsberuf waren auch einige junge Männer. Bei der Zeugnisfeier wurde deutlich: Hauswirtschaft ist ein Beruf im Wandel und mit Zukunft.

Für ihren Einsatz als Ausbilderin wurde Christine Kratzer von Johann Bergmaier geehrt.

Stadtbergen/Lks. Augsburg - Es war für die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen, die in Schwaben in diesem Jahr eine hauswirtschaftliche Ausbildung abgeschlossen haben, eine besondere Entlassfeier. „Ihre Ausbildungszeit fiel voll in die Coronajahre, Praxisthemen wurden in Zoomkonferenzen vermittelt, sie mussten sehr eigenständig lernen“, betonte Birgit Steinacker, beim AELF Augsburg zuständig für die Ausbildung. Dies habe einen besonderen Einsatz bis zum Berufsabschluss gefordert.

77 Prüflinge erhielten bei der Feier in Stadtbergen für die Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Donau-Ries und Dillingen sowie die Stadt Augsburg ihre Zeugnisse für den Beruf des Hauswirtschafters bzw. der Hauswirtschafterin und zur Fachpraktikerin bzw. zum Fachpraktiker Hauswirtschaft. Eine weitere Besonderheit dieses Ausbildungsganges: Zum Teil gab es noch Prüfungen nach der alten Ausbildungsverordnung, zum Teil wurde bereits nach der neuen Verordnung geprüft, die im August 2020 in Kraft trat.

Nachhaltigkeit als neuer Schwerpunkt

„Eine Revision war überfällig“, erklärte Elke Bastian vom Bayerischen Landesausschuss für Hauswirtschaft bei der Feier. Das Thema der Digitalisierung sei neu eingeführt worden, noch stärkere Bedeutung erhalte die Nachhaltigkeit. Vor allem aber werde noch mehr berücksichtigt, „dass dies ein Beruf ist, in dem man mit und für Menschen arbeitet“.

Und noch eine Neuerung wurde bei der Zeugnisfeier sichtbar: Erstmals begrüßte Johann Bergmaier, Bereichsleiter Ernährung und Landwirtschaft bei der Regierung von Schwaben, die Gäste. Durch die Neuordnung der Landwirtschaftsverwaltung liegt die Zuständigkeit für den Ausbildungsbereich nun bei der Regierung, die dafür mit den ÄELFs zusammenarbeitet.

Der Leiter des AELF Augsburg, Axel Heiß, würdigte gemeinsam mit Bergmaier die Jahrgangsbesten: Unter den Absolventinnen der Berufsfachschulen war dies Veronika Spatz aus Hurlach von der BFS Maria Stern, von den sogenannten Quereinsteigerinnen Gertraud Sontheim aus Garmisch-Partenkirchen, die ihre Ausbildung an der Landwirtschaftsschule Schwabmünchen absolviert hatte und unter den Auszubildenden Judith Reile aus Dillingen, die auf dem Schießerhof in Donauwörth gearbeitet hatte. Bei den Fachpraktikerinnen Hauswirtschaft schloss die Augsburgerin Michelle Rudolph vom Förderwerk St. Elisabeth als Jahrgangsbeste ab.

Berufsbild mit Profil und einer „guten Mischung“

Dass die Berufsaussichten in der Hauswirtschaft gut sind, das bestätigten auch die Ehrengäste bei der Abschlussfeier. Durch die neuen Inhalte, wie personenbetreuende und serviceorientierte Dienstleistungen, erhalte der Beruf ein neues Profil und biete „eine gute Mischung“, so Wolfgang Ullmann, Leiter der Berufsfachschule Maria Stern in Augsburg. Spannend findet es Christine Kratzer, Ausbilderin und Vorsitzende des VlF, dass sich auch immer mehr junge Männer für diesen Beruf entscheiden. Christine Kratzer selbst erhielt bei der Abschlussprüfung auch eine Ehrung: Johann Bergmaier würdigte ihren Einsatz als Ausbilderin: Seit 2002 habe sie auf ihrem Betrieb zwölf junge Leute ausgebildet, seit 2008 sei sie, die selbst die Meisterprüfung 1996 abgelegt hat, auch Mitglied im Prüfungsausschuss in Augsburg. Auf politischer Ebene vertrete sie die Belange der Berufsbildung als Vorsitzende des VLF Augsburg/Schwabmünchen, außerdem sei sie als stellvertretende Ortsbäuerin sehr aktiv.

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