Führungswechsel

Forstbetrieb Weißenhorn hat einen neuen Leiter

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Redaktion Wochenblatt
am Freitag, 04.06.2021 - 07:22

Seit Anfang Mai hat Martin Eggert die Verantwortung für rund 14 500 ha Staatswald übernommen. Er hat bereits mehrere Pläne.

Weißenhorn/Regensburg Der Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten hat einen neuen Leiter: Seit Anfang Mai hat Martin Eggert die Verantwortung für rund 14 500 ha Staatswald übernommen. Er folgt auf Linda Madl, die nach rund zwei Jahren am Forstbetrieb zur Leitung eines wichtigen Strategieprojekts zurück in die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten nach Regensburg gewechselt ist.

Martin Eggert wurde 1980 in Hamm geboren und wuchs im westfälischen Münster auf. Er studierte Forstwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Das Referendariat absolvierte er in Bayern und begann 2009 seine berufliche Laufbahn im Forstministerium in München. Nach weiteren Stationen wechselte Eggert 2015 für rund zwei Jahre in die Bayerische Staatskanzlei. In den letzten vier Jahren leitete der Forstmann das Vorstandsbüro in der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg und verantwortete die Unternehmenskommunikation sowie Aufgaben in der Unternehmensentwicklung.

Ökologische Vielfalt und starker Teamgeist

Der Wechsel an die Spitze des Staatsforstbetriebs ist ganz nach dem Wunsch des 40-Jährigen: „Mein Försterherz schlägt für unsere herrlichen Wälder und dafür, vor Ort Verantwortung im Wald zu übernehmen“, so der neue Betriebsleiter. „Die Wälder sind vielfältig, ökologisch hochwertig und ertragreich. Das ganze Team am Forstbetrieb Weißenhorn arbeitet engagiert und Hand in Hand.“

Großen Wert legt Martin Eggert darauf, die Wälder in der Region mit klimatoleranten Mischbaumarten für die Zukunft zu stärken und zu sichern: Schließlich leiden die fichtenreichen Wälder immer wieder unter Sommertrockenheit, Sturmschäden und Schadinsekten. Eggert möchte hier an die engagierte Arbeit seiner Vorgänger anknüpfen: „Man sieht den Wäldern an, dass in dieser Region schon früher weitblickende Förster gearbeitet haben: Es gibt zwar viele alte Fichten, die jungen Waldbestände sind dagegen baumartenreicher mit mehr Weißtanne, Douglasie oder Eiche. Damit haben meine Vorgänger eine solide Grundlage gelegt für einen klimatoleranten Mischwald.“

Konsequente Bejagung und Artenschutzprojekte

Eggert, der auch passionierter Jäger ist, plant dazu neben der weiteren Steigerung der Baumartenmischung und der gezielten Pflege im Wald auch die Fortführung einer konsequenten Bejagung der Staatsjagdreviere: So gelte es beispielsweise dafür zu sorgen, dass der Bestand an Rehen mit den Belangen des Waldes im Einklang ist.

Die Themen Ökologie und Naturschutz faszinieren den neuen Forstbetriebsleiter ebenfalls. Eggert kann von vielen seltenen Tierarten berichten, die in den Staatswäldern um Weißenhorn eine sichere Heimat finden: „Ob Uhu, Schwarzstorch, verschiedene Fledermäuse, seltene Amphibienarten oder auch bedrohte Schmetterlinge: Ich freue mich darauf, mit unseren Partnern in der Region weitere Artenschutzprojekte im Staatswald umzusetzen. Artenschutz ist für mich integraler Teil der Aufgaben der Bayerischen Staatsforsten.“