Düngeverordnung

DVO: Nachbesserungsbedarf bei der Umsetzung

MN-BBV Tomaschko-PM-8.12.
BBV Aichach-Frieberg
am Montag, 14.12.2020 - 06:52

Die Binnendifferenzierung für den im Wittelsbacher Land relevanten Grundwasserkörper G050 ist noch nicht vollständig durchgeführt.

Unzählige Termine und Gespräche hat der Bauernverband Aichach-Friedberg bereits zum Thema Düngeverordnung absolviert. Nun luden Kreisbäuerin Sabine Asum und Kreisobmann Reinhard Herb den Stimmkreisabgeordneten Peter Tomaschko im Beisein des schwäbischen BBV Bezirksgeschäftsführers Markus Müller zu einem kurzfristigen Fachaustausch ein.

Asum und Herb kritisierten, dass das Instrument der Binnendifferenzierung im für das Wittelsbacher Land relevanten Grundwasserkörper G050 noch nicht vollständig durchgeführt worden sei. Hier gebe es dringenden Nachbesserungsbedarf. In anderen Landesteilen sei die betroffene Fläche dadurch in der Summe halbiert worden. Bei uns komme es nur zum Teil zur Anwendung, kritisierten die Kreisobleute.

Regionalisierung fehlt noch

Laut Asum und Herb fehle in der Abgrenzung der sog. 2 Schritt der Binnendifferenzierung, nämlich die Regionalisierung. Hier wird die Gebietsausweisung anhand von Stützmessstellen in der Fläche überprüft. Ebenso forderten die BBV Vertreter die Möglichkeit von einzelbetrieblichen Befreiungen für Betriebe, die nachweislich nach den Vorgaben des Fachrechts wirtschaften, ein.

MdL Peter Tomaschko zeigte sich über die fehlende Regionalisierung ebenso verwundert. Er hatte doch extra bereits vor zwei Jahren den Kontakt zwischen BBV und Wasserwirtschaft hergestellt. Auch für ihn sei eine Querprüfung über Stützmessstellen – wie in vielen anderen Gebieten geschehen - dringend erforderlich. Hierfür müssten in der Fläche doch eine Vielzahl von bekannten kommunalen, öffentlichen und privaten Messstellen zur Verfügung stehen. Schließlich sei Wasser das mit am Besten untersuchte Lebensmittel, war man sich einig. Tomaschko sicherte zu umgehend zum Wasserwirtschaftsamt, aber auch den relevanten Ministerien Kontakt aufzunehmen. Ebenso wird er das Thema in die Landtagsfraktion einbringen, um „Lösungen“ auf den Weg zu bringen.