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Kultur

Chöretreffen im Bezirk Schwaben

Die Schwangauer Alphornbläser umringt von Frauen
Endraß Markus
am Donnerstag, 08.09.2022 - 07:50

"Singen verbindet". Unter diesem Motto stand das Chöretreffen des Bayerischen Bauernverbandes im Bezirk Schwaben.

Für die Verantwortlichen der Chöre gab es kleine Geschenke von links:  Nicole Binger, Kreisbäuerin Donau-Ries,Elvira Foitl, Dirigentin Neu-Ulm, Elisabeth Seiler, Dirigentin Augsburg, Andrea Mayr, Kreisbäuerin Augsburg, Annett Jung, Chorbeauftragte Schwaben, Christiane Ade, Bezirksbäuerin und hier als Kreisbäuerin Neu-Ulm

Nach langer Pause war es den Verantwortlichen in der BBV-Geschäftsstelle in Augsburg wichtig, ein ansprechendes Programm für die große Anzahl an Sängerinnen und Sängern aus dem Umfeld der bäuerlichen Gemeinschaft auf die Beine zu stellen – und es ist ihnen gelungen. Geradezu herzerfüllend war der Anblick der sich den eintreffenden Chören in Füssen bot, als sie den Biergarten am Festspielhaus, direkt am Forggenseeufer, betraten. Im Rahmen der Sommerkonzerte hatte sich das Organisationsteam, bestehend aus Christiane Ade, Annett Jung und Ines Heiny einen Termin gesichert und konnte fast zweihundert Sangesfreunde bei perfektem Wetter und fantastischer Kulisse am Alpenrand begrüßen.

Längste Anreise hatte Landesbäuerin Anneliese Göller

Gruppenbild am See

Mit gemeinsamen Liedern die von der Dirigentin des Landfrauenchores Dillingen, Elvira Foitl begleitet wurden begann der Vormittag. In den Grußworten betonte der 3. Bürgermeister der Stadt Füssen, Wolfgang Bader den hohen Stellenwert des Singens für Gemeinschaft und Lebensfreude und freute sich über die Anwesenheit der Musikfreunde aus ganz Schwaben ebenso wie MdL Angelika Schorer die ihre Ansprache mit dem Satz „Wo man singt das lass dich ruhig nieder – und zwar im schönen Ostallgäu“ abschloss.

Die längste Anreise hatte Landesbäuerin Anneliese Göller aus dem Landkreis Bamberg. Sie genoss sichtlich das satte Grün der Wiesen und Wälder und war beeindruckt vom Vortag an dem sie mit Kreisbäuerin Karina Fischer und weiteren Mitgliedern der Kreisvorstandschaft mit der Kutsche zum Schloss Neuschwanstein und zur Marienbrücke begleitet wurde. In ihrer Rede ging sie auf die große Bedeutung des Chorwesens auf dem Land ein und appellierte an die Anwesenden ihre Bereitschaft zum Singen auch nach der Coronapause aufrecht zu erhalten und nach außen zu tragen. „Wir sind stolz auf unsere Chöre – sie sind das Aushängeschild der Kreisverbände“ lautete ihr Credo. Seit 50 Jahren besteht diese Tradition im Bauernverband und es ist zu hoffen, dass viele neue Mitglieder die Chöre in den nächsten Monaten wieder verstärken denn als Gegengewicht zur Hast im Alltag sei das Singen eine wichtige Abwechslung zur Hofarbeit und singende Bauern und Bäuerinnen sorgten für ein gutes Image.

Mit Leidenschaft bei der Sache

Über eine gelungene Veranstaltung freuten sich auch die Frauen des BBV-Kreisverbandes Ostallgäu, hier auf dem Bild mit stellv. Landrätin Angelika Schorer. Sie waren verantwortlich für die wundervolle Dekoration und sorgten für ein ansprechendes Rahmenprogramm mit den Alphornbläsern aus Schwangau.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden nach einer Einleitung der Heimatmusik Oberallgäu die Gesangsvorträge zunächst in Gruppen von mehreren Chören abgehalten. In drei Blöcken gab es Darbietungen aus den Bereichen Heimatmusik, Schlager und Herbst- und Marienlieder, die von den Chören gemeinsam oder wechselweise vorgetragen wurden.

Die Freude und Leidenschaft war den Sängern und Sängerinnen anzusehen, auch wenn es für die Verantwortlichen nach der langen Zwangspause eine Herausforderung war die Ensembles wieder zu beleben. Dass der Alltag noch nicht endgültig zurückgekehrt ist, war z. B. auch durch den Ausfall des Chores aus dem Landkreis Donau-Ries zu erkennen auch mit der Technik und der Versorgung gab es geringe Unstimmigkeiten.

Mit einer gemeinsamen Schlussandacht, die vom Füssener Stadtpfarrer Frank Deuring abgehalten wurde und mehreren gemeinsamen Liedern unter der Leitung von Elisabeth Seiler vom Landfrauenchor Augsburg endete am frühen Abend ein eindrucksvoller Tag vor einer Traumkulisse, der für die vielen Chorfreunde im Bezirk Schwaben auch ein Signal zum Aufbruch werden könnte.