Bayerische Staatsforsten

Buchenegger Wasserfälle: Naturwaldreservat und Besuchermagnet

200925_PM Naturwaldreservat Kontrollgang
Kein Bild vorhanden
Externer Autor
am Dienstag, 20.10.2020 - 08:54

Das Natuwaldreservat (NWR) Aachrain ist mit einer Größe von 110 ha seit 1978 als NWR ausgewiesen. Mittendrin sind die berühmten Buchenegger Wasserfälle.

200925_PM Naturwaldreservat Buchenegger Wasserfälle Winter

Für beides tragen die Bayerischen Staatsforsten die Verantwortung.

Jährlich findet im Naturwaldreservat ein Kontrollbegang zur Begutachtung des aktuellen Zustands statt. Dabei werden viele Naturschutzaspekte angesprochen, dokumentiert und an die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft gemeldet. Die Ansprache im Wald wird vom Revierleiter Jörg Tarne durchgeführt, der den Staatwald im Bereich Oberstaufen pflegt.

Unterstützt wird er von einem Förster des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten. Dabei werden mehrere Gesichtspunkte wie durchgeführte Maßnahmen zum Forstschutz oder Maßnahmen zur Verkehrssicherung erfasst. Aber auch Schäden am Baumbestand, die Verjüngung der Waldbäume oder andere Besonderheiten sind wichtig.

Forstschutz und Verkehrssicherheit

Leider werden auch regelmäßig Probleme offensichtlich, die vor allem aufgrund der sehr hohen Besucherzahlen entstehen. Revierleiter Jörg Tarne: „Das gesamte Jahr über besuchen Menschen aus nah und fern die Buchenegger Wasserfälle. Besonders kritisch zu bewerten sind illegale Zeltlagerplätze und Feuerstellen sowie Müll. Sogar unter einer Eibe hat jemand Feuer gemacht. Deshalb gelte die dringende Bitte an „Naturfreunde: „Achten Sie die Natur, bleiben Sie auf den Wegen und verzichten auf illegale Übernachtungen und Feuer.“

Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting ergänzt: „Wir wollen dieses Kleinod bewahren und weiter zugänglich erhalten.“ Dabei sei vor allem daran zu denken, zusammen mit dem Naturpark Nagelfluhkette und dem Markt Oberstaufen Verbesserungen beim Besucherlenkungskonzept auszuarbeiten. So sollen die Buchenegger Wasserfälle weiterhin für die vielen Besucher zugänglich bleiben können. „Aber dafür bedarf es noch einiger Gespräche, Fleiß und Kreativität – und sicherlich auch gewisser Einschränkungen und Rücksichtnahmen…“