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TV-Show

Biobauer Martin hat in TV-Show Probleme

Besuch auf dem Hof: Der Allgäuer Biobauer Martin mit Kandidatin Carola in der RTL-Fernsehshow „Bauer sucht Frau“.
Philipp Seitz
Philipp Seitz
am Donnerstag, 03.11.2022 - 11:29

In der Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“ läuft bei dem Allgäuer Landwirt nicht alles nach Plan. Er muss Kandidatin Carola ausquartieren.

Bad Hindelang Unerwartete Probleme: Biobauer Martin aus dem Oberallgäu sucht im Fernsehen die große Liebe. Doch schon beim ersten Treffen mit Kandidaten Carola läuft in der RTL-Show „Bauer sucht Frau“ beim Allgäuer nicht alles nach Plan. „Da ist etwas gewaltig schief gelaufen“, gesteht Landwirt Martin gleich nach der Ankunft von Kandidatin Carola auf seinem Hof. Die Kandidatin aus Brandenburg könne nicht, wie geplant, auf seinem Hof bleiben. Er habe bei einem Freund ein Zimmer herrichten lassen. „Das Zimmer von Carola habe ich reservieren lassen und mein Pächter hat es kurz vor der Anreise einfach weitervermietet“, sagt Bauer Martin. „Das wollte ich auch nicht, aber ist halt so passiert.“

Und so wird die Kandidatin beim ersten Besuch auf dem Hof kurzerhand gleich wieder ausquartiert. Die 54-jährige Carola ist davon nicht begeistert: „Ich war ein bisschen enttäuscht gewesen, dass ich bei einem Bekannten schlafe und ich dann immer abgeholt werde. Aber er hat es ja gleich begründet und ich habe ihm auch angemerkt, dass da ganz schön was schiefgelaufen ist und er gar nichts dafür kann.“ Doch das ausgewählte Zimmer glättet die Stimmung. Sie sei sehr positiv überrascht, sagt Carola in der Show.

Heumilch- und Biobauer Martin schafft es anschließend, Carola zu begeistern. Mit einer Kutsche samt Traktor holt er der 56-jährige Landwirt die Kundenservice-Mitarbeiterin ab. Die Sendung wird zugleich zu einem Werbung für das Allgäu: „Ich liebe meine Heimat. Meine Heimat bedeutet mir mein Leben“, sagt Landwirt Martin, während RTL eindrucksvolle Panoramabilder aus dem Allgäu einspielt. „Uns ist halt nicht mehr bewusst, wie schön es hier ist.“ Immer, wenn er ins Allgäu zurückkomme, dann wisse er, dass er „in einem gelobten Land“ leben dürfe. Und von RTL heißt es, während die Kamera über das Allgäuer Bergpanorama gleitet: „Brandenburgerin Carola kommt bei Martin in einer idyllischen Kulisse an. Sie weiß gar nicht, wo sie zuerst hinschauen soll.“ Und Carola schwärmt beim Anblick der Berge: „Oh, ist das schön – hier bleibe ich.“

Nur mit der Wohnung von Martin ist Carola nicht zufrieden: „Die könnte renoviert werden.“ Dafür entschädigt die Aussicht vom Balkon. Und Landwirt Martin sagt: „Du bist gekommen und die Sonne ist aufgegangen.“

Der Naturland- und Heumilch-Bauer Martin ist derzeit in der RTL-Fernsehshow „Bauer sucht Frau“ zu sehen. Im Oberallgäu, auf über 1000 Meter Höhe, liegt der Biobetrieb von Bauer Martin. Moderatorin Inka Bause besuchte ihn auf dem Hof und geriet nahezu ins Schwärmen: „Er wohnt in einer wahrhaften Postkartenidylle. Ich durfte mit ihm schon vor seiner Hütte sitzen und ein fabelhaftes Alpenpanorama genießen.“

Die Sendung ist nicht unumstritten. Junglandwirt Philipp hat sich die Show mal genauer angesehen und macht im Format „Hundert Hektar Heimat“ den Reality-Check. Dabei sind ihm einige Unstimmigkeiten aufgefallen:

Wie geht es nun mit Biobauer Martin und Carola weiter? Der Allgäuer Landwirt ist nun bis zum 15. November 2022 in jeder Folge zu sehen, teilte der Fernsehsender RTL unserer Zeitung mit.

Verbessert das Kultformat das Image der Landwirtschaft – oder schadet es mehr? Das sagt der Bauernverband dazu. Bergbauer Martin aus dem Allgäu sucht im bekannten RTL-Format eine neue Lebenspartnerin. Doch wie reagiert sein Umfeld auf den Fernsehauftritt? Wir waren vor Ort und haben mit Martin gesprochen.