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Waldbau

Bildungsprogramm Wald: Fortsetzung erwünscht!

Forst
Margarete Schreyer
am Donnerstag, 12.12.2019 - 08:43

Mit einem Praxistag wurde der aktuelle Kurs des Bildungsprogramms Wald 2019 abgeschlossen.

Marktoberdorf/Lks. Ostallgäu - Als Veranstalter bot das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren dabei von Mai bis November insgesamt 13 verschiedene Fortbildungsveranstaltungen an. Der Themenbogen spannte sich von technischen Aspekten (Seilkranbringung, neue Forsttechnik, Holzernte mit Harvester) über waldbauliche Lösungen (Pflanzung, Waldumbau, Pflege) hin bis zu Diskussionen über Jagd, Waldschutz und Waldnaturschutz.

Ein Höhepunkt war sicher der sehr gut besuchte Waldbegang für Forstbesitzerinnen in der „Teufelsküche“. Revierleiterin Christine Nordhaus und Naturführerin Diana Schäffler konnten dabei zusammen mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner über 100 Frauen für den Wald, seine Vielfalt und seine Kräuter begeistern. Großartig unterstützt von den Forstbetriebsgemeinschaften aus Halblech, Füssen und Marktoberdorf und der Berufsgenossenschaft trug die Fortbildung zur positiven Resonanz der 320 Teilnehmer bei.

Raupenharvester im Einsatz

Holzfällung

Bei einer gelungenen Abschlussveranstaltung im Marktoberdorfer Waldgebiet „Ochsenstall“ wurden bei idealen äußeren Bedingungen wichtige Gesichtspunkte der Waldbewirtschaftung gezeigt: Astung, Laubholzpflege und Erschließung. Beim Pflanzen hatten die Teilnehmer dann selber Hand anzulegen. Die Praxisvorführung des leichten Raupenharvesters, eine speziell für Durchforstungsbestände entwickelte Holzerntemaschine von Johann Waldmann aus Lengenwang überzeugte die Beteiligten und zeigte, was die neue Forsttechnik leisten kann.

Einen geselligen Ausklang gab es an der Waldhütte mit Lagerfeuer, Punsch und Stollen. Forstdirektor Stephan Kleiner bedankte sich bei den vielen treuen Besuchern der Veranstaltungsreihe. Deren Fazit: Fortsetzung 2020 erwünscht!