Schadensausgleich

Biberfonds: Aufstockung wichtig, aber nicht die Lösung

Fessenheim
BBV
am Dienstag, 29.12.2020 - 09:50

Die Aufstockung des Biberfonds von 450.000 auf 550.000 € in Bayern ist ein wichtiger, aber auch längst überfälliger Schritt, sagt der Rieser Kreisobmann Karlheinz Götz.

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Seit Jahren liegen die von Land-, Forst- und Teichwirtschaft gemeldeten Biberschäden im Bereich von 600.000 bis 700.000 € pro Jahr. Die Entschädigungsquote lag damit nur bei rund 65 % der eingereichten Schäden. Neben den Schäden an landwirtschaftlichen Grundstücken und Kulturen, kommen noch die Schadensaufwendungen der Städte und Gemeinden hinzu.

Der Bauernverband habe in den vergangenen Jahren wiederholt diese Schadensaufwendungen bei den Kommunen abgefragt. In der letzten Erhebung aus dem Jahr 2016 wurden die diese mit rund 200.000 € angegeben, das Wasserwirtschaftsamt meldete rund 90.000 € Biberschäden an den Deichanlagen. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Biber bereits flächendeckend in Bayern, Deutschland und in der EU ausgebreitet hat, mit weiter stark steigender Tendenz, müsse man den hohen Schutzstatus des Bibers hinterfragen und überprüfen, ob dieser noch gerechtfertigt ist, sagt auch Michael Stiller, Geschäftsführer des BBV Donau-Ries. Es sei Zeit, hier endlich zu handeln!