Austausch

BBV Ostallgäu bemängelt Flächenverbrauch

Gespraech-mit-MdB-Stracke 28.6.2021
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Redaktion Wochenblatt
am Montag, 19.07.2021 - 12:57

Im Landkreis Ostallgäu ist der hohe Flächenverbrauch zunehmend feststellbar. Der BBV macht hierauf aufmerksam.

Kaufbeuren Anlass für eine aktuelle Besprechung der Verantwortlichen beim BBV Ostallgäu mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke war insbesondere der hohe Flächenverbrauch, der auch im Landkreis Ostallgäu feststellbar ist. Allein die Baumaßnahme „Vierspuriger Ausbau der B12“ koste dem Ostallgäu rund 75 ha landwirtschaftliche Fläche.

Der Flächenverbrauchist enorm

Hinzu komme, so die BBV-Vertreter, dass in den letzten Jahren nahezu jede Gemeinde Wohnbaugebiete, Gewerbegebiete aber auch Straßenbaumaßnahmen plane und auch durchführe. Kreisobmann Josef Nadler will das nicht hinnehmen: „Es geht hier um die Existenz von Bauernfamilien.“ Kreisbäuerin Karina Fischer stellt fest: „Lebensmittel kommen nicht aus dem Supermarkt, Urprodukte wachsen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen.“ Es sei zwar viel vom Flächensparen die Rede sei. Immer, wenn es konkret würde, wolle aber niemand etwas davon wissen.

Auch das kürzlich beschlossene Insektenschutzgesetz war Thema. Nach Ansicht des Kreisobmanns beeinträchtige dieses Gesetz zum größten Teil die Landwirtschaft, andere Akteure seien nahezu nicht betroffen. Und das, obwohl die Landwirte vielfach durch die freiwillige Beteiligung an Umweltprogrammen gezeigt hätten, dass kein Zwang per Gesetz notwendig sei.

Stracke versicherte, dass bestehende Länderregelungen nicht angetastet würden. Auch seien in begründeten Einzelfällen bei den Landwirtschaftsämtern Ausnahmen beantragbar. Hinzu käme, dass durch dieses Gesetz einiges mehr an Fördermitteln nach Bayern fließe.

Im Anschluss übergaben die BBV-Vertreter dem Abgeordneten die Wahlanliegen des Bayerischen Bauernverbandes.

Ein Artikel auf Basis einer Pressemitteilung des BBV.