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TV-Show

Bauer sucht Frau: Kein Liebesglück am Alpengipfel

Martin Berktold bei Bauer sucht Frau
Philipp Seitz
am Dienstag, 15.11.2022 - 17:41

Trotz stimmungsvoller Brotzeit bei Sonnenuntergang will der Funke beim Allgäuer Biobauer Martin nicht überspringen. Kandidatin Carola ist enttäuscht.

Bad Hindelang Der Funke wollte nicht überspringen: Der Allgäuer Biobauer Martin ist in der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ leer ausgegangen. Die große Liebe hat er nicht gefunden. In der Show hat ihn von Anfang an das Pech verfolgt. Es habe sich „von den Gefühlen nichts ergeben“, sagte der 56-jährige Landwirt aus dem Oberallgäu.

Der Heumilch- und Biobauer unternahm in der Sendung einiges, um die 54-jährige Kundenservice-Mitarbeiterin Carola zu begeistern: So ging es mit dem Sessellift hoch hinaus, um das Allgäuer Panorama bei Sonnenuntergang und einer herzhaften Brotzeit zu genießen. Der ideale Platz für ein stimmungsvolles Date. Eine „perfekte Brotzeit“, nannte das Kandidatin Carola. Immer wieder schwärmt auch RTL in der Sendung von der „malerischen Kulisse“ im Allgäu.

Für die Bürogehilfin ist es aber auch ungewohnt anstrengend. Carolas Herz schlägt schneller, wenn sie bei Martin ist. Leider nicht, weil es so romantisch, sondern so anstrengend ist. Martin bindet sie bei der Arbeit am Hof ein. Und Carola gibt zu: „Das fand ich wahnsinnig anstrengend. Da bin ich arg an meine Grenzen gekommen.“ Doch daran sollte es nicht scheitern. „Das macht man öfters, dann ist man wirklich fit“, meint Martin. Aktuell fehle bei Carola „halt doch eine gewisse Grundkondition“.

Biolandwirt Martin mit Kandidatin Carola bei Bauer sucht Frau

Weil Karola „so taff“ mitgeholfen hat, unternimmt Martin mit ihr einen Ausflug. Mit dem Sessellift geht es hoch hinaus. Carola ist durchaus beeindruckt: „Es ist total schön, mit Martin die Freizeit zu genießen.“ Er habe ihr Komplimente gemacht, doch sie hatte nicht das Gefühl, dass es von Herzen kommt. Gefühlsmäßig, das bemängelt Carola im Laufe der Sendung immer wieder, sei bei Martin „noch Luft nach oben“. Und so kann der gemeinsame Ausflug zum Sonnenuntergang nichts daran ändern, dass es in der Sendung kein Happy End gibt. Carola kritisiert: „Es kommt einfach nicht rüber, dass er das als Paar machen möchte. Es ist von ihm kein warmes Gefühl da.“

Carola sei für ihn nicht Liebe auf den ersten Blick gewesen, sagt Martin. Sie sei „eine tolle Frau“ und es sei eine schöne Woche gewesen. Und auch Carola stellt fest, dass sie sich mehr erhofft hatte. Dennoch ist es Martin wichtig, dass beide gute Freunde bleiben. „Vielleicht kommst Du wieder mal vorbei“, sagt er zum Abschied.

In der sozialen Plattform Twitter bemängeln verschiedene Nutzer, dass Martin so gefühlskalt in der Sendung sei. „Martin ist kalt wie ein Fisch“, schreibt eine Userin. Und in einem anderen Post heißt es: „Martin kann sein Herz nicht öffnen. Ist wohl auch nicht die Richtige für ihn.“ Tatsächlich fehlt in der RTL-Sndung von Anfang an die Romantik.

Einen Allgäuer Kandidaten bei „Bauer sucht Frau“ gab es zuletzt 2017. Verbessert das Kultformat das Image der Landwirtschaft – oder schadet es mehr? Das Wochenblatt hat dazu mit Alfred Enderle, dem damaligen schwäbischen BBV-Bezirkspräsident, gesprochen. Junglandwirt Philipp hat sich die Show mal genauer angesehen und macht im Format „Hundert Hektar Heimat“ den Reality-Check. Dabei sind ihm einige Unstimmigkeiten aufgefallen:

Biolandwirt Martin hofft weiterhin, dass er die richtige Frau fürs Leben findet. Er habe mit der Frauenwelt nicht abgeschlossen, meinte der Landwirt in der Sendung. Ich würde mich freuen, wenn ich doch noch eine Frau finden würde.