Zuchtviehmarkt

Angebot trifft auf internationale Nachfrage

Burkhart Alexsandro
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Externer Autor
am Donnerstag, 30.09.2021 - 11:17

Der zweite Septembermarkt der AHG in Kempten gilt als wichtiges Stimmungsbarometer für die auftriebsstarken Herbst- und Wintermärkte.

Kempten Zur Zuchtviehversteigerung der AHG am Donnerstag, 23. September, in Kempten, konnten zehn Stiere, zwölf Zuchtkälber, zwei Mehrkalbskühe, zwölf Kalbinnen und 140 Jungkühe verkauft werden. Traditionell gilt der zweite Septembermarkt nach den ersten Viehscheiden als wichtiges Stimmungsbarometer für die kommenden auftriebsstarken Herbst- und Wintermärkte.

Im Vergleich zu den Vormärkten füllten sich die Ränge in der Allgäuhalle deutlich besser. Kunden aus Norddeutschland und dem angrenzenden Ausland waren teilweise persönlich angereist.

Der Durchschnittspreis der aufgetriebenen Zuchtkälber pendelte sich mit leicht fallender Tendenz am Ende bei 268 € ein. Den Höchstpreis von 400 € konnte ein älteres Fleckvieh- Zuchtkalb mit guter Mutterleistung von Josef Müller jun. aus Ofterschwang erzielen.

Eine absolute Spitze fehlte

13 Stiere wurden aufgetrieben. Mit zehn verkauften Stieren gestaltete sich die Verkaufsquote etwas besser als in den vergangenen Monaten, wobei der Durchschnittspreis mit 1225 € nicht an die Vormärkte heranreichen konnte. Eine absolute Spitze am Markt fehlte sowohl qualitativ als auch preislich, sodass das Angebot von drei Stieren mit Zuschlagspreisen zwischen 1400 € und 1500 € angeführt wurde. In der Katalogreihenfolge war dies ein genetisch hornloser Veles-Sohn von Max Klemp, Bad Grönenbach, ein deckerfahrener Caribic-Sohn von Michael Epp aus Lengenwang sowie ein edler Casanova-Sohn von Martina Heckenberger aus Hochdorf.

Die Gebote wurden insgesamt zügig abgegeben, sodass am Ende ein gestiegener, guter Durchschnittspreis von 1730 € erreicht wurde. Dass die Auktion die attraktivste Vermarktungsform für qualitativ hochwertige Jungkühe ist, und Tiere, die den Käuferwünschen nicht genügen können, nur schwer oder zu deutlichen Preiszugeständnissen abzusetzen sind, zeigt die breite Preisspanne zwischen 940 € und 2320 €. Die Käufer gaben ihre Gebote sehr qualitätsbewusst ab, sind aber auch bereit für qualitativ gute Tiere deutlich über 2000 € anzulegen, sodass am Ende fast 20 % des Angebotes diese Schwelle überschreiten konnten.

Zum Tageshöchstpreis von 2320 € konnte die Burkhart GbR aus Betzigau eine der ersten Töchter des genomischen Stieres Alexsandro verkaufen. Diese Kuh zeichnete sich neben einer Einsatzleistung von weit über 31 kg mit enormem Kaliber und einem hervorragenden Euter aus. Sie wechselt ins benachbarte Baden- Württemberg. Dichtauf folgte eine mittelrahmige Hacker-Tochter von Florian Krug aus Betzigau, die besonders durch ihre Kompaktheit und dem fehlerfreien Fundament überzeugen konnte. Für 2300 € sicherte sich ein Kunde aus Niedersachsen den Zuschlag für diese Jungkuh.

Den Reigen der Jungkühe mit Zuschlagspreisen von 2200 € und mehr führte der Betrieb Herbert Kiechle aus Durach an, dessen Kollektion insgesamt sehr zu Gefallen wusste. Zunächst konnte eine Hacker-Enkelin einem Kunden aus Luxemburg zugeschlagen werden, bevor eine Cadence-Tochter im Kaufauftrag ins Ostallgäu verkauft werden konnte.

Auch Biojungkühekönnen überzeugen

Qualitativ auffallend gut waren auch die zahlreich angebotenen Bio- Jungkühe, die ebenfalls zu Höchstpreisen verkauft werden konnten. Hier führten eine Hallodri-Tochter von Hans-Peter Höllisch aus Oy-Mittelberg und eine Tochter des Fleckviehstieres Wish von Andreas Distel aus Kaufbeuren, die beide im Zuchtgebiet verbleiben, das Feld an. Dicht darauf konnte der Zuchtbetrieb Hörmann, Langenwang, mit einer Vintage- und einer Cadi-Tochter überzeugen, die zu Biobetrieben im Kreis Lindau und in den Kreis Traunstein verkauft werden konnten.

Bereichert wurde das Angebot durch einige Kalbinnen, die zu durchschnittlich 1173 € an neue Besitzer vermittelt werden konnten. Den Spitzenpreis von 1400 € konnte Thomas Rudhart aus Maierhöfen mit einer hoffnungsvollen Blower- Tochter erzielen. Während insgesamt 77 Tiere im Zuchtgebiet verbleiben, wurden 87 Tiere für Kunden aus den oben genannten Gebieten verladen.

Auktionen jetzt wieder alle zwei Wochen

Ab sofort finden die Auktionen der AHG wieder im zweiwöchigen Rhythmus statt. Die nächsten Markttermine sind der 7. Oktober in Kempten, und der 13. Oktober in Buchloe.
Des Weiteren wird ein Jungrindermarkt am 21. Oktober, und ein Fressermarkt am 4. November stattfinden.
Anmeldungen und Kaufaufträge werden jederzeit gerne entgegengenommen. Informationen gibt es im Web unter www.allgaeuer- herdebuchgesellschaft.de oder telefonisch unter 0831-522 44 0.