Abschluss

Die Zukunft der Landwirtschaft

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Gerd Kreibich Portrait
Gerd Kreibich
am Montag, 17.05.2021 - 08:42

An der LWS Pfarrkirchen erhalten die Absolventen in den Bereichen Landwirtschaft und Hauswirtschaft ihre Zeugnisse.

Pfarrkirchen/Lks. Rottal-Inn Eine große Feier gab es nicht, als in der in Pfarrkirchen in der Aula des Landwirtschaftsamtes die Absolventen in den Bereichen Landwirtschaft und Hauswirtschaft der LWS Pfarrkirchen ihre Zeugnisse erhielten. Die Einschränkungen durch die Coronapandemie ließen keine Ehrengäste, keine Eltern und Freunde zu. „Wir bedauern dies sehr, aber wir haben keine andere Wahl – doch wir wollten unsere Zeugnisse auch nicht einfach mit der Post verschicken“, sagt Amts- und Schulleiter Josef Eichenseer bei der Begrüßung der Absolventinnen und Absolventen.

In der öffentlichen Diskussion bestehen

So überbrachte der Schulleiter die Grüße der eigentlich eingeplanten Ehrengäste MdL Martin Wagle, Landrat Michael Fahmüller, Pfarrkirchens Bürgermeister Wolfgang Beißmann sowie BBV-Kreisobmann Hermann. Sie hatten sich in Briefen an die Absolventinnen und Absolventen gewandt, die den Zeugnissen beigelegt wurden. In seiner Rede rief Josef Eichenseer die aktuelle Situation in der Landwirtschaft in Erinnerung: „Bei persönlichen Gesprächen mit Ihnen, aber auch mit weiteren Landwirten und Bäuerinnen wird klar, dass viele derzeit weniger aus ökonomischen Gründen belastet sondern vor allem emotional, in ihrer Seele getroffen sind“, so der Amtsleiter.

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Themen, wie Gewässerschutz, Düngeverordnung, Boden- und Klimaschutz, Tierwohl und Nutztierhaltungsstrategie sowie die Neuausrichtung der Agrarreform beherrschen die öffentliche Diskussion und verunsichern Bäuerinnen und Bauern. „Es wird sicherlich neben den fachlichen Herausforderungen für Sie als junge Landwirte eine große Aufgabe, sich der Diskussion und Information der Mitbürger sachlich und engagiert zu stellen. Wir hoffen, unseren Absolventinnen und Absolventen durch den Unterricht auch dafür das nötige Rüstzeug vermittelt zu haben.“

Josef Eichenseer wünschte den Absolventinnen und Absolventen Selbstbewusstsein, Mut und Zuversicht, aber auch die notwendige Offenheit, um ihre Anliegen in der Gesellschaft zu vertreten. „Sie sind der beste Beweis, dass die Landwirtschaft zuversichtlich in die Zukunft blicken kann.“

Stellvertretende Schulleiterin und Semesterleiterin Lidwina Kainz verwies in ihrer Ansprache darauf, dass die Anforderungen in der Ausbildungsrichtung vielfältig und anspruchsvoll waren. „Doch der Mensch wächst mit den Aufgaben. Das dürfen Sie stolz für sich in Anspruch nehmen. Sie sind mit Ihren Aufgaben gewachsen. Sie können stolz auf Ihre Leistungen sein“, so Kainz. Die Ausbildung habe sich sicher gelohnt, auch deshalb, weil nachhaltiges Handeln ein zentrales Thema während der Ausbildung war.

Die hervorragenden Leistungen gewürdigt

Die besten Absolventinnen im Bereich Hauswirtschaft waren in diesem Jahr Manuela Enggruber aus Wittibreut (Schnitt: 1,00) Roswitha Zellmer aus Gangkofen (1,00) und Jana Hiefinger aus Ering am Inn (1,12).
Im Bereich Landwirtschaft konnte sich Semesterleiter Alfred Huber über die hervorragenden Leistungen von Sabine Fuchs, aus Unterdietfurt (1,00), Kerstin Schiebelsberger aus Mitterskirchen (1,37) und Stefan Schönberger aus Wurmannsquick (1,62) freuen.