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Wolfsmonitoring

Wolfsrisse: Genanalyse bestätigt neuen Wolf im Manteler Forst

Josef koch
Josef Koch
am Mittwoch, 08.06.2022 - 17:18

Laut Landesamt für Umwelt bestehen keine Zusammenhänge zu den Wolfsrudeln in der Gegend.

Wolf auf der Pirsch

Anfang Mai kamen im Gebiet des Manteler Forsts im Landkreis Neustadt an der Waldnaab bei drei Rissereignissen insgesamt 13 Schafe zu Tode. Die Analyse des nationalen Referenzlabors belegt jeweils denselben, in Deutschland bisher noch nicht bekannten, männlichen Wolf als Verursacher. Es bestehen laut Landesamt für Umweltschutz (LfU) keine verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Wolfsrudeln des Manteler oder Veldensteiner Forsts.

Die Vorfälle ereigneten sich in dem Gebiet, das von der „Richtlinie zur Förderung von Investitionen in Herdenschutzmaßnahmen gegen Übergriffe durch den Wolf“ begünstigt ist. Nutztierhalter, deren Flächen innerhalb dieser Förderkulisse liegen, können Investitionen für die Einrichtung wolfsabweisender Zäune bis 100 % gefördert bekommen. Anträge sind bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu bestellen.

Hier können Sie Beutegreifer melden

Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, können durch den Freistaat Bayern ausgeglichen werden. In Gebieten mit dauerhaft standorttreuen Tieren sind Maßnahmen zum Herdenschutz Voraussetzung für eine Ausgleichszahlung. Weitere Informationen dazu bietet das Internetangebot des Bayerischen Landesamts für Umwelt.

Hinweise zu Wolf, Luchs und Bär melden Sie bitte an das
Bayerische Landesamt für Umwelt, Fachstelle Große Beutegreifer, Tel. 09281 1800-4640, Mail fachstelle-gb@lfu.bayern.de.

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