Beutegreifer

Wolf tötete Schaf in der Oberpfalz

Wolfsmanagement
Philipp Seitz
am Dienstag, 23.02.2021 - 10:46

Im Landkreis Amberg-Sulzbach hielt sich ein Schaf außerhalb des Schutzzaunes auf. Die Ergebnisse der Genanalyse bestätigen einen Wolf als Verursacher.

Im Landkreis Amberg-Sulzbach hat ein Wolf ein Schaf getötet. Das teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt in Augsburg nun mit. Bereits Anfang Februar fand ein Wanderschäfer im Landkreis Amberg-Sulzbach eines seiner Tiere tot auf. Das Schaf hatte sich über Nacht abseits der von Herdenschutzhunden bewachten Herde und außerhalb des Schutzzaunes aufgehalten. Ein Experte des Netzwerks Große Beutegreifer begutachtete die Situation vor Ort und nahm genetische Proben. Die Ergebnisse der Genanalyse bestätigen einen Wolf als Verursacher. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert. Eine weitergehende Analyse des gewonnenen Genmaterials soll Aufschluss über Geschlecht und mögliche Herkunft des Tieres bringen.

Nutztierhalter, deren Weiden im Umfeld von Gebieten mit standorttreuen Wölfen oder Ereignisgebieten liegen, können sich Herdenschutzmaßnahmen fördern lassen. Anträge können bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gestellt werden. Fördermöglichkeiten und Anträge des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten finden Sie hier. Wie das Staatsministerium mitteilt, werden mobile Elektrozäune und elektrifizierte Festzäune und mobile Ställe (nur für Schafe und Ziegen) gefördert.

Ausgleichsfond kompensiert Schäden

Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, können durch den Ausgleichsfonds Große Beutegreifer kompensiert werden. Weitere Informationen dazu bietet das Internetangebot des Bayerischen Landesamts für UmweltHinweise zu Wolf, Luchs und Bär sollen an das Bayerische Landesamt für Umwelt, Fachstelle Große Beutegreifer, gemeldet werden. Die Kontaktdaten lauten: Tel. 09281 1800-4640, Mail fachstelle-gb@lfu.bayern.de.

Lesen Sie mehr: Vor allem in Niedersachsen sowie im bayerischen und österreichischen Alpenraum steigt die Zahl der Wolfsrisse.

Die Chefredakteure der drei großen Agrarmedien agrarheute, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt sowie LAND & FORST zeigen die Problematik rund um den Wolf in einem Video auf. Hier sehen Sie das Video: