Berufsleben

Wichtige Kompetenzen erworben

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BLW
am Dienstag, 09.03.2021 - 13:02

Fünf neue Meisterinnen in der Hauswirtschaft schließen in der Oberpfalz ihre Ausbildung ab. Der Meisterpreis geht an Julia Bräu aus Roding.

Nach rund zwei Jahren einer berufsbegleitenden Vorbereitung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nabburg und einer anschließenden halbjährigen Projektarbeit hat die Oberpfalz fünf hauswirtschaftliche Meisterinnen mehr: Andrea Baum und Angelika Anton stammen aus dem Landkreis Amberg, Julia Bräu und Martina Bock aus dem Kreis Cham und Katrin Schindler aus dem Kreis Schwandorf.

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Den frischgebackenen Meisterinnen gratulierte Regierungspräsident Axel Bartelt zu ihrem Erfolg. „Die Vielfalt der Themen der Projektarbeiten und das hohe Niveau der Fortbildung sind beeindruckend“, betonte er und wünschte allen auch weiterhin viel Freude an ihrem Beruf.

Die Meisterbriefe konnten nicht wie ursprünglich geplant persönlich übergeben werden – die Absolventinnen erhielten diese wegen der Einschränkungen durch die Coronapandemie per Post.

Meisterpreis geht an Julia Bräu aus Roding

Besondere Würdigung erfuhr Julia Bräu aus Roding. Dank ihres hervorragenden Ergebnisses wurde ihr der Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung zuerkannt. In ihrem Rückblick auf die Ausbildung betonte sie die Bedeutung ihres Berufes: Hauswirtschaft sei Zuwendung, Hauswirtschaft schaffe ein Zuhause, Hauswirtschaft sei Lebensqualität. All das schaffe Heimat. Gerade in diesen unsicheren Zeiten und dem erneuten Lockdown sei vielen Menschen bewusst geworden, wie wichtig Heimat und sich daheim wohlfühlen sei.

Bräu bedankte sich bei den Lehrkräften für die kompetente und abwechslungsreiche Aufbereitung der Lerninhalte von Speisenzubereitung, Service, Wäschepflege, Reinigung über Haushaltsbuchführung und Betriebsanalyse bis hin zu Mitarbeiterführung und Qualitätsmanagement. Auch dankte sie der Regierung der Oberpfalz für die gute Vorbereitung und Organisation der Prüfung.

Große Bandbreite beruflicher Möglichkeiten

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Die neuen Meisterinnen in der Oberpfalz schlagen ganz unterschiedliche berufliche Wege ein: Sie wirken als Fachlehrkraft an einer Schule, bringen ihre neuen Kompetenzen in den eigenen landwirtschaftlichen Betrieb ein oder vermitteln ihr umfassendes Fachwissen freiberuflich als Referentin.

Dies zeigt die Bandbreite der beruflichen Möglichkeiten: Meisterinnen der Hauswirtschaft arbeiten in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens wie Senioren- und Behinderteneinrichtungen, in Krankenhäusern, Betriebskantinen oder Schulküchen. Sie sind aber auch gefragt in Privathaushalten, wo sie ihre wichtigen Kompetenzen einbringen können.

Vielfach bieten sie ihr Können auch als engagierte Selbstständige in hauswirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen oder in der Erwachsenenbildung beziehungsweise Hauswirtschafts- und Verbraucherbildung an.