Vor Ort

„Voi Guad“ ist voll im Trend

Voi Guad
Gerd Kreibich
am Dienstag, 05.10.2021 - 11:17

Junge Landwirte aus Niederbayern produzieren Haferdrink mit neuem Konzept. Sie zeigen: Es reicht nicht, nur eine gute Idee zu haben.

Bei der Direktvermarktung reicht es nicht, eine gute Idee zu haben. Man muss auch die Vermarktung professionell angehen. Hans Grötzinger und Tom Bergmeier aus Bodenkirchen und Münchsdorf im Landkreis Landshut haben sich gründlich Gedanken gemacht, bevor sie mit ihrem Haferdrink an die Öffentlichkeit gingen. Jetzt wurde die Marke „Voi Guad“ mit einer modernen Homepage und einem professionellen Auftritt auf Facebook und Instagram eingeführt. Sie soll auch Perspektiven für andere Betriebe bieten.

„Alles Bio“ muss auch bezahlt werden

„Alle Leute wollen Bio, aber es soll billig sein. Das können wir Landwirte so nicht leisten. Also haben wir uns überlegt, wie die Qualität für den Kunden und der Preis für uns stimmten können.“ Die Winterzeit nutzten Tom und Hans, um ein gemeinsames Unternehmen zu gründen, das von vorne bis hinten durchdacht ist: „Voi Guad“ war geboren.

Unter dieser Marke werden jetzt ein Haferdrink und Kichererbsen angeboten. Der Hafer stammt von den Feldern der jungen Landwirte. Die Kichererbsen liefern zwei Kooperationsbetriebe, deren Böden sich besser für den Anbau eignen. „Das ist erst der Anfang. Wir starten die Marke mit dem Haferdrink und den abgepackten Kichererbsen, haben aber schon jetzt weitere Produkte in der Pipeline. Ziel ist es, ein Portfolio von ca. 20 Produkten anbieten zu können“, erklärt Tom Bergmeier.

Nachhaltigkeit ist Teil des Konzepts

Zur Philosophie der beiden Landwirte gehört auch der nachhaltige Umgang mit den Feldern. „Wir haben genau im Blick, in welchem Zustand unsere Böden sind. Das Bodenleben ist entscheidend für einen guten Ertrag“, stellt Hans Grötzinger fest, der sich auch bei der Initiative boden:ständig vom Amt für ländliche Entwicklung engagiert. „Gerade bei den vergangenen Starkregenereignissen hat sich der durchlässige Acker bestens bewährt“, macht der Landwirt deutlich.

Derzeit laufen bei „Voi Guad“ die Verhandlungen mit Supermärkten und Bioshops. Viele haben schon zugesagt. „Es lässt sich gut an“, freut sich Tom Bergmeier. Wenn die Haferdrink erfolgreich im Markt eingeführt wird, werden wohl weitere Partner-Betriebe aufgenommen. „Dabei ist uns wichtig, dass es nicht nur Biobetriebe sind, sondern dass auch die Betriebs-Philosophie zu uns passt“, betonen die beiden Hafer-Fans Hans Grötzinger und Tom Bergmeier.