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Oberbayerische Kuh in Niederbayern?

Verzweifelte Suche nach Kuh Franzi

Wird gesucht: Franzi (r.) wurde zuletzt im Bereich Falkenberg-Schönau im Landkreis Rottal-Inn gesehen.
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Gerd Kreibich
am Montag, 21.11.2022 - 10:10

Seit drei Wochen fehlt jede Spur von Franzi – ein Rotes Höhenvieh aus Mühldorf; vermutet wird sie in Niederbayern.

Falkenberg/Lks. Rottal-Inn Reinhard Sonderhauser, Tierhalter aus dem oberbayerischen Landkreis Mühldorf, ist derzeit viel unterwegs in Niederbayern, genauer gesagt in der Region rund um Schönau und Fallenberg im Landkreis Rottal-Inn. Seit drei Wochen sucht er hier seine Kuh Franzi, sie ist ihm nach einem Transport hier verloren gegangen. Franzi ist ein Rotes Höhenvieh, diese Rasse gilt als vom Aussterben bedroht.

In seiner oberbayerischen Heimat hält Sonderhauser auf einer Naturschutzfläche Rinder und Ziegen. Vor einiger Zeit rief ihn ein Nachbar an und berichtete, dass eines der Tiere, eben die Kuh Franzi, humpelt. Reinhold Sonderhauser entschied sich, die Kuh zum Haustierarzt im niederbayerischen Frontenhausen zu bringen, dort wurde sie behandelt und kam wieder in den Transportanhänger.

Zwischenstopp bei Ziegen

„Ich wollte der Franzi den weiten Weg im Anhänger zurück in den Kreis Mühldorf nicht zumuten“, betonte der Besitzer im Gespräch mit dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt. Da trifft es sich gut, dass er auf halber Strecke, in der Nähe von Falkenberg, noch über andere Weideflächen verfügt. Hier stehen auch Ziegen – Tiere also, an die Franzi von ihrem sonstigen Standort her gewöhnt ist.

Einige Tage später wollte der Besitzer seine Kuh dann aber wieder nach Hause bringen. Doch anscheinend wollte Franzi genau das nicht, es gefiel ihr vielleicht zu gut im Niederbayerischen – sie ging nicht in den Hänger, sondern begab sich eilends auf die Flucht, sprang über einen niedrigen Zaun und verschwand. Sonderhauser und Helfer machten sich sofort an die Verfolgung, doch es wurde dunkel und neblig, schließlich verlor sich trotz intensiver Suche die Spur des Tieres.

Fahndung der Polizei ergebnislos

Sofort informiert Reinhold Sonderhauser die zuständige Polizeiinspektion in Eggenfelden, auch dort hatten alle Fahndungsbemühungen keinen Erfolg, bislang gibt es keine Hinweise zum Verbleib des Tieres „Ich vermute, Franzi frisst nachts, da kommt sie aus ihrem Versteck, tagsüber hält sie sich im dichten Wald verborgen“, so Sonderhauser.

Der Tierhalter hat mit allen Jägern in der Gegend gesprochen, einer von ihnen hat sogar bereits weitere Wildkameras aufgestellt, um die Fahndung zu unterstützen. Doch auch diese Bemühungen sind bislang nicht von Erfolg gekrönt. Franzi sei „wie vom Erdboden verschluckt“, sagt ihr Besitzer, der sich große Sorgen macht.

Hat jemand Franzi gesehen?

Jetzt setzt er auch auf die Hilfe von Landwirten und Waldbesitzern: „Wer Spuren des Tieres oder Franzi selbst sieht, der soll mich bitte schnellstmöglich kontaktieren oder die Polizei informieren“, appelliert er.

Wer Franzi sieht, kann dies melden bei der Polizei in Eggenfelden, Tel. 08721 96050, oder bei Reinhold Sonderhauser unter Tel. 0176 96082696.