Gutachten

Verjüngung sichert Zukunft im Wald

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BLW
am Donnerstag, 18.02.2021 - 14:54

Das forstliche Gutachten ist ein wichtiges Werkzeug für den Waldumbau. Aber auch für die Jagd spielt es eine wichtige Rolle.

In diesem Jahr ist es wieder so weit: Nach 2018 wird im Landkreis Kelheim wieder ein forstliches Gutachten erstellt. Viele kennen das forstliche Gutachten auch als „Verbissgutachten“. Die Federführung für die Bearbeitung des Gutachtens liegt bei der Bayerischen Forstverwaltung. Dazu sind die staatlichen Försterinnen und Förster einige Wochen in den Wäldern unterwegs, um dessen Zustand zu ermitteln.

„Mit Hilfe des forstlichen Gutachtens möchten wir klären, ob sich die Anzahl der Wildtiere negativ auf das Wachstum des Waldes auswirkt“, erklärt der Leiter des Forstamtes Abensberg, Dr. Joachim Hamberger. „Wildtiere wie Rehe fressen eben gerne die Knospen junger Waldbäumchen, wie etwa der Buche oder der Tanne. Das dürfen sie auch und es ist in Maßen kein Problem für den Wald. Sind allerdings zu viele Wildtiere im Wald, dann fressen diese so viel, dass kaum junge Bäume im Wald nachwachsen können“, beschreibt er das bekannte Problem, das vielerorts immer wieder Diskussionen zwischen Waldbesitzern und Jägern verursacht. „Das führt dann dazu, dass wir nur mit großem Aufwand neue bunt gemischte, an den Klimawandel angepasste Wälder heranziehen können“, erläutert Hamberger.

 

Großer Aufwand für sinnvolle Waldanpassung

Damit ist das forstliche Gutachten ein wichtiges Werkzeug für den Waldumbau, aber auch für die Jagd in den Wäldern Bayerns.

Die Ergebnisse des forstlichen Gutachtens werden von den Jagdbehörden bei der Erstellung der Abschusspläne für das Rehwild entsprechend berücksichtigt. „In den letzten Jahren konnte sich die Jägerschaft bei der Datenaufnahme im Wald den Försterinnen und Förstern anschließen. Diese Teilnahme ist uns sehr wichtig, denn es schafft Offenheit und Transparenz. Die Transparenz wiederum ist das Fundament für die Anerkennung und Umsetzung des forstlichen Gutachtens“, sagt Hamberger.

Wichtig für das Erstellen der Abschusspläne

„Derzeit sieht es so aus, dass aufgrund von Corona nur je ein Vertreter der Jägerschaft und ein Vertreter der Grundstückseigentümer bei den Aufnahmen im Wald mitgehen können“, erläutert Hamberger weiter.

Über die Ergebnisse des Forstlichen Gutachtens soll zeitnah berichtet werden.