Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Vor Ort

Traktortour macht in Marklkofen Halt

BBV-DGF-Schleppertour_gk
Elisabeth Ammer
am Dienstag, 17.08.2021 - 11:47

Die Landwirte wollen die Regionalität stärker herausstellen. Es gelte, auf die Vielfalt an hochwertigen Lebensmitteln, die die Landwirte erzeugen, hinzuweisen.

Dingolfing/Landau Über die letzten Wochen tourte ein bunt beklebter Schlepper durch ganz Bayern und machte auch in Marklkofen, beim BBV Dingolfing-Landau, Station. Die Betriebe von Markus Eberl und Josef Eder vermarkten ihre Produkte direkt und sind damit ganz nah am Verbraucher dran. Aufgrund der derzeitigen Situation war lediglich ein Pressetermin mit den Kreisbäuerinnen Irene Waas und Karolin Aigner und den Kreisobmännern Friedhelm Dickow und Alfons Jänsch möglich.

Josef Eder, der im Landkreis an neun Standorten Erdbeerfelder zur Selbstpflücke betreibt, bilanzierte einen verspäteten Erntebeginn von rund 18 Tagen. Die Pflücksaison dauere rund vier Wochen und durch den engen Kontakt zum Verbraucher sei man stets gefordert, sagte Eder. Dies bestätigte auch Markus Eberl vom Geflügelhof. Die Kunden geben sofort Rückmeldung, falls etwas nicht passt, so Eberl, allerdings gebe es auch Lob. Es werden nur so viel Erdbeeren angebaut, wie man auch direkt vermarkten könne, außerdem werden die Erdbeeren in verschiedene Produkte veredelt. Die Betriebe Eberl und Eder arbeiten seit vielen Jahren zusammen, man müsse sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen und sei auch für Anregungen dankbar. Eder machte an Heidelbeeren deutlich, dass es das frühere Nischenprodukt ins Sortiment der Supermärkte geschafft habe.

Für heimische Lebensmittel werben

Bei der Aktion „Woher kommt das Essen“, wolle man vor allem Werbung für die heimischen Lebensmittel machen, stellte Kreisobmann Friedhelm Dickow nachdrücklich fest. Es gelte, auf die Vielfalt an hochwertigen Lebensmitteln, die die Landwirte erzeugen, hinzuweisen. Durch kurze Wege werde der CO2-Fußabdruck so gering wie möglich gehalten und damit diene man dem Klimaschutz, sagte der Kreisobmann. Und wer regional kauft, sichere auch heimische Arbeitsplätze, wie Josef Eder einen weiteren Aspekt herausgreift.

Es gelte die Regionalität stärker herauszustellen, betonte Dickow, es müsse gelingen, dass die heimischen Landwirte nicht nur mehr Wertschätzung, sondern auch mehr Wertschöpfung seitens der Verbraucher erfahren. Es drängen ausländische Produkte in den Handel, während Deutschland nach den höchsten Produktionsstandards auf der ganzen Welt Lebensmittel erzeuge. Gerade im Landkreis Dingolfing-Landau werden auf 2800 ha Gemüse angebaut, somit stehe für den Verbraucher eine breite Produktpalette zur Verfügung.