Vermarktung

Ein starkes Projekt stellt sich vor

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Markus Bauer
am Donnerstag, 09.07.2020 - 11:55

Bestell- und Serviceplattform „Mein Regionalmarkt“ in Neunburg vorm Wald.

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Ende Mai ging die Bestell- und Serviceplattform für regionale Produkte „Mein Regionalmarkt“ (MRM) online. Jetzt luden die Betreiber, allen voran das Unternehmen Donhauser mit Jürgen Donhauser an der Spitze zum Tag der offenen Tür – unter Corona-Bedingungen – ein.

Ein Anbieter von Wildspezialitäten, ein Fischzüchter – mit Fischen in einem Bottich – sowie die regionale Honigerzeugergemeinschaft präsentierten sich im Vorhof des Gebäudes der Bestell- und Service-Plattform in Neunburg vorm Wald mit Infoständen. Der Einlass dauerte angesichts der einzuhaltenden Abstände und Aufnahme der persönlichen Daten der Gäste etwas länger. Und auch die von Donhauser und Regionalmarktchef Matthias Pöll zeitversetzten kurzen Führungen waren auf jeweils zehn bis zwölf Personen begrenzt, um in den Räumen die Abstände zu wahren.

Frische Ware auf kurzen Wegen zum Kunden

Viele Dinge, die den Menschen am Herzen liegen, seien in der neuen Plattform „Mein Regionalmarkt“ berücksichtigt worden, so Donhauser: Regionales Einkaufen, regionale Anbieter und große sowie kleine Mengen, die verarbeitet und eingekauft werden können. Als grundlegenden Aspekt nannte Donhauser die vorher zu tätigende Bestellung, so dass die Waren frisch und auf kurzen Wegen geliefert werden können. Damit leiste das Projekt auch einen Beitrag gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln bzw. für den Respekt vor Lebensmitteln und deren Produktion.

Nicht als Ersatz für den Einzelhandel geplant

Die Bestellung erfolge in der Regel über das Internet, sei aber auch vor Ort in der Geschäftsstelle möglich. „Erst dann wird die Ware hergestellt, gepflückt oder ein Tier geschlachtet. Der Produzent oder Hersteller hat die Verantwortung“, verdeutlichte der Unternehmer.
Zur Lagerung gibt es eine Kühlzelle in den Räumen von „Mein Regionalmarkt“, der an drei Tagen – Dienstag, Freitag und Samstag – zur Abholung der Waren geöffnet hat. „Wir ersetzen nicht den Supermarkt oder Einzelhandel. Aber wir wollen dadurch einen Online-Markt bedienen“, erklärte Donhauser. Hauptaufgabe von „Mein Regionalmarkt“ ist es, die Prozessabläufe zu begleiten, aber auch für ökologische Wege (wie wiederverwertbare Kisten) zu sorgen und insgesamt das ganze Procedere so einfach wie möglich zu gestalten. Die Warenpreise legen die Produzenten fest, die in drei Kategorien (braun, grün, gold) aufgeteilt sind. In diesen jährlich vergebenen Rubriken spiegeln sich Aspekte der Regionalität, der Tierhaltung, des Artenschutzes, usw.
Direktes Einkaufen ist in den MRM-Räumen nicht möglich, aber im Show-Room kann der Kunde das eine oder andere Produkt testen – und dann bestellen. Möglich sei auch, dass ein Landwirt sich und sein Produkt auf dem eigenen Hof präsentiert, ergänzte Donhauser. Ein Aspekt ist zudem die direkte Betreuung von Senioren, was in der Coronakrise ja als Notwendigkeit deutlich wurde.
Zum Schluss wies der Firmeninhaber auf die Goldene Waage hin, die als Symbol für die Unternehmensethik steht: für den notwendigen Ausgleich zwischen verschiedenen Ansprüchen und Kräften, zwischen Natur und Mensch.