Biodiversität

Staatsgut Kringell setzt auf Streuobst

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Josef Heisl
am Freitag, 05.11.2021 - 11:13

In Hutthurm wird der Streuobstpakt Bayern bereits gelebt. So soll der Streuobstanbau in Bayern aktiv gefördert werden.

Hutthurm/Lks. Passau „Hier in Hutthurm wird der Streuobstpakt Bayern bereits gelebt“, erklärt Helmut Ramesberger, Leiter der Ökoakademie in Kringell. Wurde der erste Baum dieser Aktion von den beteiligten Verbänden, sowie von Ministerpräsident Söder und seinen Ministern für Landwirtschaft, Michaela Kaniber, und Umwelt, Thorsten Glauber, bei der Staatskanzlei in München gepflanzt, stehen die Bäume 2 und 3 der Aktion in Kringell.

Der Streuobstpakt sieht eine deutliche Förderung des Streuobstanbaues in Bayern vor, so soll eine Million Obstbäume bis 2035 gepflanzt werden. Das Ziel ist die Erhöhung der Zahl an Streuobstbäumen, um dem Artenschutz und der Biodiversität Rechnung zu tragen.

Die Öko-Akademie hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten „Streuobstjuwel“ entwickelt. Über 100 Obstbäume bereichern mittlerweile das Staatsgut und erfüllen vielfältigste Aufgaben für den landwirtschaftlichen Betrieb. Die Bäume spenden Schatten für die darunter weidenden Rinder, das reife Obst wird in der eigenen ökozertifizierten Saftpresse und der Internatsküche verwertet und so ganz nebenbei leisten diese Bäume einen enorm wichtigen Beitrag zur Biodiversität und als Tracht für die Bienenvölker vor Ort.

Vielfach habe man bereits erkannt, dass es nicht nur um das Pflanzen eines Obstbaumes geht, sondern der Hauptteil der Arbeit seine fachgerechte Pflege in den folgenden Lebensjahren sei, meinen die Verantwortlichen. Der ehemalige Leiter des Staatsgutes, Johann Blöchinger, habe dieses Thema frühzeitig erkannt und seinem Mitarbeiter Christian Ofenbeck die Ausbildung zum Baumwart ermöglicht. Somit ist in Kringell auch das Know-How für die anfallenden Tätigkeiten und die Bildungsarbeit vorhanden.