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Landwirtschaftsschule Straubing

Schulabschluss: Zeit der Veränderungen

LW Schule Abschluss Straubing
Elisabeth Ammer
am Freitag, 08.04.2022 - 09:15

Es liegt ein anstrengender Schulwinter hinter den Studierenden und dem Lehrerkollegium, brachte es Schulleiter Josef Groß vom AELF Deggendorf-Straubing bei der Abschlussfeier auf den Punkt.

Straubing  Man gehe jedes Jahr mit großem Elan ins neue Semester, machte Josef Groß deutlich, dennoch sei man froh, das Semester unter diesen schwierigen Bedingungen zu Ende gebracht zu haben.

Trotz erschwerter Lernbedingungen schlossen die 23 Absolventinnen und Absolventen die Landwirtschaftsschule erfolgreich ab, zollte Kreisbäuerin Claudia Erndl ihren Respekt. Politik und Gesellschaft werde durch die Pandemie und den unsäglichen Krieg in der Ukraine vor Augen geführt, wie wichtig Ernährung, Versorgungssicherheit und Energie sind.

Akzeptanz in der Gesellschaft verbessern

Außerdem gelte es, die Akzeptanz der Landwirtschaft in der Bevölkerung zu verbessern. Claudia Erndl hofft, dass sich die Absolventen auch in das Fachprojekt „Schule fürs Leben“ einbringen, um Kindern die Landwirtschaft nahezubringen.

Als Motto der Abschlussfeier wählte man „Zeit der Veränderungen“, so Josef Groß, dies treffe in vielfacher Hinsicht zu. Die Landwirtschaft stehe nicht nur wegen des Kriegs in der Ukraine vor Veränderungen, jeder der Studierenden werde betriebliche und persönliche Veränderungen bewältigen müssen.

So gelte es, Vermarktungsstrategien anzupassen, aber auch bei Investitionen in alle Richtungen zu denken. „Jeder und jede wird mit Veränderungen konfrontiert und muss Entscheidungen treffen“, gab der Schulleiter den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg. Dennoch gebe es keine Erfolgsgarantie.

Alle gehen in die Meisterausbildung

Die Staatlich geprüften Wirtschafter im Landbau, die sich ausnahmslos in der Meisterausbildung befinden, hätten ihr Fachwissen erweitert, aber auch ihren eigenen Betrieb durchleuchtet. Der Besuch der Fachschule bedeute aber auch den Aufbau eines Netzwerkes, auf das man immer wieder zurückgreifen könne. Durch die Mitarbeit in Verbänden trage man die Landwirtschaft in die Mitte der Gesellschaft, zeigte Josef Groß auf. „Behalten Sie sich Ihre positive Einstellung und Ihre Leidenschaft für Ihren Beruf“, gab der Schulleiter den Absolventen mit auf den Weg.

An 23 Studierende des 3. Semesters konnten die Zeugnisse überreicht werden, die sich nicht nur als „Staatlich geprüfte Wirtschafter im Landbau“, sondern auch „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft“ bezeichnen dürfen.

Jahrgangssprecherin Julia Huber und Jahrgangssprecher Michael Englberger ließen die Fachschulzeit nochmals Revue passieren, die doch von einigen Widrigkeiten geprägt war. So galt es, Distanzunterricht zu bewältigen, aber auch die Meisterhausarbeit habe den Studierenden viel abverlangt. Die Meisterhausarbeit ermöglichte einen tiefen Einblick in den eigenen Betrieb, so Michael Englberger, aber dieser Aufwand habe sich gelohnt.