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Weidetierhaltung

Schafriss im Kreis Tirschenreuth: Es war ein Wolf

Wolfsriss
Gerd Kreibich Portrait
Gerd Kreibich
am Montag, 24.10.2022 - 08:30

Im Landkreis Tirschenreuth unweit des Manteler Forstes wurden bei einem Rissereignis am 12.10.2022 drei Schafe getötet und ein weiteres aufgrund der Verletzungen anschließend euthanasiert.

Tirschenreuth -  Ein Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer hat die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen. Erste Ergebnisse der Genanalyse bestätigen einen Wolf als Verursacher.

Die Individualisierung ist aber noch nicht abgeschlossen, heißt es in einer Mitteilung des Landesamtes für Umwelt (LfU) Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden bereits informiert.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt rät zu Schutzmaßnahmen

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) rät allen Nutztierhaltern der Region, ihre Tiere vor Übergriffen durch den Wolf z. B. mit einer wolfsabweisenden Zäunung zu schützen. Der Ort des Ereignisses liegt außerhalb des Gebietes mit standorttreuen Wölfen und innerhalb der Kulisse der „Förderrichtlinie Investition Herdenschutz Wolf“. Nutztierhalter, deren Flächen innerhalb der Förderkulisse liegen, können Investitionen für die Einrichtung wolfsabweisender Zäune bis zu 100 % gefördert bekommen. Anträge sind bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu stellen.

Das LfU bittet darum, etwaige Übergriffe auf Nutztiere sowie auch weitere Beobachtungen unmittelbar dem LfU, Fachstelle Große Beutegreifer, zu melden, damit unverzüglich weitere Schritte wie beispielsweise Rissbegutachtung und Probeentnahme für genetische Analysen veranlasst werden können.

Hinweise zu Wolf, Luchs und Bär erbittet das LfU an die Fachstelle Große Beutegreifer, Tel. 09281 1800-4640 (täglich von 10 bis 16 Uhr), oder per Mail anl fachstelle-gb@lfu.bayern.de.