Altmühlleiten

Rinderbeweidung in Riedenburg startet wieder

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Externer Autor
am Montag, 25.05.2020 - 11:15

Seit kurzem grast wieder eine kleine Rotviehherde auf den Weiden am Gleislhofberg bei Riedenburg.

Seit kurzem grast wieder eine kleine Rotviehherde auf den Weiden am Gleislhofberg bei Riedenburg. Durch das frühlingshafte Wetter und die lang ersehnten Niederschläge sprießen Gräser und Kräuter. Höchste Zeit also, dass die Rinder der Familie Graml von Kallmünz im Landkreis Regensburg auf die Sommerweiden nach Riedenburg im Landkreis Kelheim umziehen.

Der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e. V. hatte im Rahmen des Altmühlleitenprojektes in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde und den Fachberatern für extensive Rinderhaltung am Landwirtschaftsamt in Schwandorf die Idee entwickelt, die alte Nutzungsform der Rinderbeweidung im Altmühltal wieder aufleben zu lassen.

Extensive Pflege der Magerwiesen

Familie Graml vom Rotviehhof am Jurasteig hält mit dem sogenannten Roten Höhenvieh eine seltene Rasse, die ursprünglich bis auf die Kelten zurückgeht. Die Tiere sind von kastanienbrauner Farbe und prädestiniert für die natürlichste Haltungsform, die Mutterkuhhaltung.

Dabei kommt die Milch der Kühe ausschließlich den Kälbern zugute. Hauptaspekt der Rinderbeweidung ist die extensive Pflege der überwiegend mageren aber artenreichen Wiesen am Gleislhofberg.

Weil die Böden ziemlich flachgründig und von sich aus wenig ertragreich sind, ist die Beweidung eine ideale Nutzungsform. Dabei bestimmt allein die Menge an krautigem Aufwuchs die Anzahl der Rinder, denn Zufüttern ist tabu. So wird eine für Flora und Fauna ideale Beweidungsdichte gewährleistet.

Neben vielen seltenen Tieren profitieren davon auch gefährdete Pflanzenarten, wie die Orchidee Bienenragwurz. „Dank der Rotviehbeweidung können die Spaziergänger und Wanderer eine Vielzahl an Blüten bewundern und diese dienen darüber hinaus den Insekten als Nahrung“, freut sich Riedenburgs Bürgermeister Thomas Zehetbauer. .