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Boden

Der Regensimulator zeigt, was läuft

Zwischenfrucht
AELF Regensburg
am Montag, 18.11.2019 - 12:54

Zwischenfrucht-Schauversuch im Rahmen des Projektes „boden:ständig“ in Sanding.

Thalmassing/Lks. Regensburg - Eine sehr ansehnliche Zahl von Landwirten konnte der neue Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regensburg, Helmut Melchner, in Obersanding in der Gemeinde Thalmassing, zum Zwischenfrucht-Schauversuch im Rahmen des Projektes „boden:ständig“ begrüßen. Melchner bedankte sich beim Sandinger Landwirt Robert Engelbrecht, der sechs verschiedene Zwischenfruchtmischungen angesät hatte. „Wir müssen Nährstoffe, Boden und Wasser auf den landwirtschaftlichen Flächen halten und dazu könnten Zwischenfrüchte einen wesentlichen Beitrag leisten“, so der Amtsleiter. Heribert Pritzl als vertreter der Gemeinde Thalmassing unterstrich, dass es eine gemeinsame Aufgabe sei, die Ortschaft vor Wasser und Schlamm zu schützen und man deshalb das boden:ständig-Projekt gestartet habe.

Wirkung der Begrünung

Zunächst demonstrierte Wasserberater Franz Grundler vom AELF anhand des Regensimulators eindrücklich die Wirkung der Begrünung mit Zwischenfrüchten. Dazu hatte man den örtlichen Boden aus einer Fahrspur, unbedeckten Boden sowie mit Winterweizen und Zwischenfrüchten bestellten Boden ausgestochen. Bei der Simulation eines Regens von 30 mm/m2 wurde deutlich, dass in der Fahrspur sofort Oberflächenabfluss mit deutlicher Erosion entsteht und der Boden kaum Wasser aufnimmt. Als einzige Probe konnte die Zwischenfrucht, die den Boden vollständig bedeckte und intensiv durchwurzelte, den gesamten Regen aufnehmen und speichern. „Und genau das ist das Ziel, das die Landwirte verfolgen sollten: möglichst viel Wasser im Boden halten. In Zeiten des Klimawandels mit oft langen Trockenperioden ist das wichtiger denn je“, betonte der Wasserberater.

Arten der Zwischenfruchtmischungen

AELF-Mitarbeiter Ludwig Pernpeintner erläuterte die verschiedenen Arten der vorgestellten Zwischenfruchtmischungen. So würde der Meliorationsrettich, weil ein Teil der Wurzel oberirdisch wachse, sicher abfrieren. Er lockere zudem sehr tief und hinterlasse sogar Löcher, in denen sehr viel Wasser aufgenommen werden könne. Kresse vertrage die Trockenheit gut und sichere die Bedeckung bei geringen Niederschlägen. Zwischenfrüchte verhindern auch die Auswaschung von Stickstoff, was vor dem Hintergrund der neuen Düngeverordnung wichtig sei. Über die Neuerungen aus diesem Bereich informierte Pernpeintner ausführlich.

Thomas Schwarz vom Büro landimpuls und Martina Prielmeier vom Landschaftspflegeverband stellten die Ergebnisse der boden:ständig-Bestandskartierung vor.