Hochwasser

Polder - derzeit kein Zusammenkommen

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Gerd Kreibich
am Montag, 25.03.2019 - 09:02

„Wir kommen da derzeit nicht zusammen“, so der Landrat Franz Meyer nach einem Gespräch mit Minister Aiwanger.

Passau Beim Thema „Flutpolder als Hochwasserschutzmaßnahme für die Donau-Anrainer“ bleibt es auch nach dem Besuch von Hubert Aiwanger im Landkreis Passau bei den unterschiedlichen Standpunkten von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Landrat Franz Meyer: „Wir kommen da derzeit nicht zusammen“, so der Landrat nach einem Gespräch mit Minister Aiwanger bei dessen Besuch in der Dreiflüssestadt.

Meyer bekräftigte in der Diskussion mit dem Staatsminister die klare Forderung der niederbayerischen Donau-Anlieger nach Flutpoldern am Oberlauf bei Regensburg. „Hier sind sich alle betroffenen Landräte und Oberbürgermeister absolut einig“, bekräftige er und erinnerte einmal mehr an die dramatischen Auswirkungen des Hochwassers von 2013.
Minister Aiwanger verwies in diesem Zusammenhang auf die derzeit laufende Begutachtung und nannte erneut ein integriertes Staustufen-Management als die in seinen Augen „wirkungsvollere Alternative für Passau als ein Polder im 130 Kilometer entfernten Regensburg“. Man dürfe sich im Interesse sachgerechter Lösung nicht immer nur auf die Polder fixieren, deren positive Auswirkungen sehr begrenzt und nicht ausreichend belegt seien – eine Anischt, mit der Aiwanger im Passauer Landratsamt allerdings nicht „punkten“ konnte.

Dies sollte aber der einzige Streitpunkt bleiben. Die Verbundenheit mit dem Landkreis Passau und sein Interesse an der Arbeit vor Ort dokumentierte der Minister mit einem Eintrag in das Goldene Buch des Landkreises und seiner Teilnahme an einem Fachgespräch u.a. zu Energiethemen im Landkreis.