Vor Ort

Ein Paradebeispiel für Vielfalt

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Rudolf Hirsch
am Dienstag, 20.07.2021 - 07:15

Markus Gregori macht sich in Nittenau eine gepflegte Landschaft zur Aufgabe. Im Nebenerwerb betreibt er einen Mutterkuh-Betrieb mit Kälberzucht.

Nittenau/Lks. Schwandorf Markus Gregori wohnt mit seiner Familie in Goppeltshof bei Nittenau und betreibt dort im Nebenerwerb einen Mutterkuh-Betrieb mit Kälberzucht. Die Kulturlandschaft um den Hof herum bietet reichlich Nahrung – nicht nur für seine Rinder.

Im Hauptberuf ist der 39-jährige Landwirt Projektleiter in einem Industriebetrieb. In der Kombination mit der Rinderhaltung kann er die Existenz seiner Familie sichern. „Und ich kann die Kulturlandschaft pflegen“, gibt Gregori zu verstehen. BBV-Kreisgeschäftsführer Josef Wittmann hatte den „Essen-aus-Bayern-Traktor“ nach Goppeltshof gelotst. Der bunt beklebte Bulldog soll beim Verbraucher das Bewusstsein für regionale Lebensmittelerzeugung schärfen. „Wer die heimische Landwirtschaft unterstützen will, kauft regional“, betont der BBV-Vertreter.

Wichtiges Ziel: Gepflegtes Landschaftsbild

Betriebsleiter Gregori betreibt zwar keinen Hofladen, kümmert sich aber um ein „gepflegtes Landschaftsbild“. Er legt Blühflächen an, pflegt die Hänge und Weiden und baut Futtermais an. Damit bietet er ein Nahrungs- und Rückzugsangebot für die Nutz- und Wildtiere. „Und ich möchte vor allem die Menschen für die Schönheit der Natur begeistern“, betont der Landwirt.
Für BBV-Kreisgeschäftsführer Wittmann ist der Betrieb Gregori ein Paradebeispiel für die Vielfalt der Landwirtschaft, die Pflege der Kulturlandschaft, den Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversität.

Im Landkreis Schwandorf werden zwei Drittel der 1800 landwirtschaftlichen Unternehmen im Nebenerwerb geführt. Der Leiter des Nabburger Landwirtschaftsamtes, Georg Mayer, sieht in der Mutterkuhhaltung von Familie Gregori „eine Alternative zur Milchviehhaltung“, die kleineren Milchviehbetrieben mit Anbindehaltung als Beispiel dienen könne. „Denn die wenigsten von ihnen werden überleben“, ist der Behördenleiter überzeugt. Und Bürgermeister Benjamin Boml bemerkt „ein Umdenken beim Verbraucher“, der mehr Wert auf Regionalität lege. Die Weidetierhaltung in Goppeltshof bestärke diese Tendenz durchaus eindrucksvoll.