Engagement

Neues Patriarchenkreuz gesegnet

Patriarchenkreuz (7)
Markus Bauer
am Mittwoch, 23.06.2021 - 09:02

Federführend engagiert bei dem Projekt waren die Landwirte Edmund Eisele und Robert Ferstl. Pfarrer Monsignore Georg Dunst segnete das Kreuz.

Beratzhausen/Lks. Regensburg Es passt bestens zum Markt Beratzhausen, der für seine Europaarbeit bereits mit höchsten europäischen Auszeichnungen gewürdigt wurde. Europäische Bezüge hat nämlich auch das neue Patriarchenkreuz, das Pfarrer Monsignore Georg Dunst am letzten Mai-Samstag nahe des Ortsteils Oberndorf segnete. Federführend engagiert bei dem Projekt waren die Landwirte Edmund Eisele und Robert Ferstl. Der Dritte im Team war Max Bogner, beschäftigt bei einem bayerischen Autohersteller.

Das mit zwei Querbalken versehene Kreuz wird auch als Ungarisches oder Slowakisches Kreuz bezeichnet, weil es hier – und auch in Litauen – als erstes verbreitet war.

An den Kreuzäckern der Anhöhe Richtung Rufenried stand schon früher ein solches Kreuz, das aber, beschädigt und verwittert, wohl in den 1980er Jahren abgebaut wurde. „Ursprünglich wurden diese Kreuze aufgestellt, um vor Unwetter, Krankheit und Krieg zu schützen“, erklärt Bogner.

Ende letzten Jahres entschloss er sich mit Edmund Eisele und Robert Ferstl, auf dessen Grund das Kreuz stand, ein neues Kreuz zu schaffen. Im März wurde die dafür vorgesehene Fichte gefällt und in rund zwei Monaten (ca. 200 Arbeitsstunden) – mit Unterstützung vieler Firmen und Menschen – das riesige Kruzifix gefertigt. Es mussten die Hecken abgetragen, der Boden mit einem Mini-Bagger geebnet und die Fläche geschottert werden. Das Fichtenholz wurde in einem nahen Sägewerk zum Balken und dann von erfahrenen Zimmerern ohne Honorar weiter verarbeitet.

Pfarrer Dunst dankte für das große Engagement der drei Männer sowie der zahlreichen Unterstützer und Spender. „Es ist schön, in dieser wunderbaren Umgebung, auf der kleinen Anhöhe das Kreuz segnen zu dürfen“, freute sich der Seelsorger und lud ein, sich mit dem Kreuz auseinanderzusetzen. Der von ihm gespendete Segen gelte nicht nur dem Kreuz, sondern auch den Einwohnern, der Bevölkerung und allen am Kreuz vorbeikommenden Menschen.