Saisonkräfte

Mamming: Corona-Ausbruch bei Erntehelfern

Saisonarbeiter
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Donnerstag, 06.08.2020 - 14:03

Der Gemüsehof und die Konservenfabrik in Mamming werden stetig überprüft. Bei der jüngsten Reihentestung ergaben sich neue Fälle.

6. Augsut 2020: Sieben Neuinfektionen in Konservenfabrik

Dingolfing-Landau - Nach dem jüngsten Corona-Ausbruch in einer Mamminger Konservenfabrik mit über 150 Infizierten wurden auch noch Reihentestungen auf zwei anderen Standorten des Betriebes veranlasst. Das Ergebnis steht jetzt zumindest für den Standort in der Gemeinde Simbach fest: Von 86 Mitarbeitern tragen sieben das Covid-19-Virus in sich.

Von 83 getesteten Mitarbeitern auf einem weiteren Standort in der Gemeinde Eichendorf ist aktuell niemand infiziert – ein Befund steht aber noch aus. Die Konservenfabrik und die beiden weiteren Standorte bleiben vorerst geschlossen. Eine Wiederaufnahme der Produktion kommt erst dann infrage, wenn die Hintergründe des Ausbruchsgeschehens und insbesondere der betriebsinternen Verbreitung geklärt sind.

5. August 2020: 17 Neuinfektionen auf Gemüsehof

Nach dem Corona-Massenausbruch auf einem Gemüsehof in der Gemeinde Mamming vor zwölf Tagen hat nun die dritte Reihentestung auf diesem Betrieb stattgefunden. Getestet wurden all jene Saisonarbeitskräfte, deren Befunde nach der Erst- und Zweittestung negativ waren – insgesamt 231 Männer und Frauen. 17 von ihnen tragen nachweislich das Covid-19-Virus in sich, 214 wurden auch ein drittes Mal negativ getestet.

Aktuell infiziert und damit als „aktive Fälle“ registriert sind auf dem Gemüsehof derzeit 80 Saisonarbeitskräfte. Die vor zwölf Tagen Positiv-Getesteten gelten als genesen und wurden aus der Quarantäne zwischenzeitlich entlassen. Unmittelbar nach Bekanntwerden der jüngsten Testergebnisse wurde die Trennung der 17 Neuinfizierten von den Negativ-Getesteten in die Wege geleitet.

Die jüngsten Testergebnisse zeigen, dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Die zweite erfreuliche Nachricht ist: Es hat weiterhin kein Eintrag in die Bevölkerung stattgefunden. Das bestätigen die bisherigen Ergebnisse der Bürgertestungen.

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Mamminger Konservenfabrik mit über 150 Infizierten wurden auch noch Reihentestungen auf zwei anderen Standorten des Betriebes veranlasst. Die Auswertung dauert noch an.

4. August 2020: Zahl der Infizierten steigt in Konservenfabrik auf 166

Dingolfing-Landau - Bei einer zweiten Testung in einer Konservenfabrik in Mamming wurden bislang 166 von 600 Mitarbeitern positiv auf Covid-19 getestet. Der gesamte Betrieb ist vorübergehend stillgelegt, alle Saisonarbeitskräfte und auch festangestellten Mitarbeiter dort – egal ob positiv oder negativ getestet – befinden sich in Quarantäne. Die Quarantäne gilt auch für zwei weitere Standorte des Betriebes mit insgesamt 130 Mitarbeitern, bis alle Zusammenhänge geklärt sind.

Nach der ersten Reihentestung auf dem Betrieb waren am Wochenende 43 Infizierte gemeldet worden. Eine erneute Testung des gesamten Betriebes sollte noch mehr Sicherheit bringen. Am späten Montagabend stand das Ergebnis für den Standort Mamming fest. „Es war zwar zu erwarten, aber trotzdem sind es bittere Nachrichten“, sagt Landrat Werner Bumeder. Schließlich habe die Quarantäne für den gesamten Betrieb und damit die vorübergehende Stilllegung weitreichende Folgen für den gesamten Gemüseanbau in Niederbayern. Zahlreiche Landwirte liefern ihr Gemüse zu dem verarbeitenden Betrieb in Mamming.

Der Schutz der Bevölkerung und die Eindämmung des Infektionsgeschehens hätten weiterhin oberste Priorität, so der Landrat. „Die schnell fortschreitenden und hohen Infektionszahlen lassen vermuten, dass das Corona-Virus dort schon vor längerer Zeit ausgebrochen war und inzwischen deshalb so viele Mitarbeiter infiziert sind.“ Dies bestätigt auch eine Expertengruppe des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), die sich gestern vor Ort ein Bild vom Infektionsgeschehen gemacht hat.

„Die hohe Zahl an Neuinfektionen ist natürlich ein herber Rückschlag“, sagt Landrat Bumeder. „Wir bleiben aber bei unserer Einschätzung, dass es sich um eine in sich geschlossene Einheit handelt und es weiterhin nur einen Infektionsherd gibt. Das bestätigen auch die täglich neuen Ergebnisse der Bürgertests an unseren Testzentren.“

3. August 2020: Bereitschaftspolizei kontrolliert Quarantänemaßnahmen

Die Bayerische Bereitschaftspolizei hat einen Einsatzzug zur Kontrolle und Überwachung der Quarantänemaßnahmen in das niederbayerische Mamming geschickt. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitgeteilt. "Wir verstärken die Polizeipräsenz vor Ort, um die Einhaltung der Quarantäne sicherzustellen und Präsenz zu zeigen," so Herrmann. "Die konsequente Einhaltung der Quarantäne ist entscheidend, um das lokale Infektionsgeschehen bestmöglich unter Kontrolle zu halten", betonte Bayerns Innenminister.

Die rund zwei Dutzend Polizisten eines Einsatzzuges unterstützen den Landkreis Dingolfing-Landau und den Sicherheitsdienst bei der Kontrolle und bei der Einhaltung der Quarantänemaßnahmen. Die Infizierten und deren Kontaktpersonen in den zwei betroffenen Betrieben sind von den negativ getesteten Mitarbeitern getrennt und isoliert worden. Herrmann: "Wir wollen alles dafür tun, dass sich die Pandemie dort nicht auf die umliegende Region ausbreitet. Wir hoffen, den Infektionsherd lokal eng begrenzen zu können.“

2. August 2020: Reihentestung abgeschlossen

Die Ergebnisse der Reihentestung auf den Betrieben mit Saisonarbeitskräften liegen vor: Demnach sind 24 Betriebe mit insgesamt knapp 4.000 Mitarbeitern und auch die jeweiligen Landwirtsfamilien Corona-negativ. Auf zwei Betrieben wurde das Virus nachgewiesen. Nachdem beide räumlich nah beieinanderliegen sprechen die Behörden nur von einem Infektionsherd, nämlich in der Gemeinde Mamming: Wie am 1. August mitgeteilt, wurden nach dem Massenausbruch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb nun auch noch auf einem verarbeitenden Betrieb in unmittelbarer räumlicher Nähe Saisonarbeiter positiv getestet.

Ursprünglich waren es in dem verarbeitenden Betrieb 27 Infizierte, nach der nun vollständig abgeschlossenen Auswertung sind es 43 Personen. Sie alle und auch deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Zudem läuft momentan eine erneute Testung des gesamten Betriebes, um noch mehr Sicherheit zu erreichen.

„Ich bin froh, dass sich bei so vielen Betrieben das Hygienekonzept bewährt hat und diese Betriebe Corona-frei sind“, sagte Landrat Werner Bumeder bei einer Pressekonferenz am Sonntag. Erfreulich sei darüber hinaus, dass das Virus offensichtlich nicht in die Bevölkerung getragen wurde. Ein Indiz dafür seien die bisherigen Ergebnisse der Bürgertestungen. Bislang haben sich über 5.000 Bürgerinnen und Bürger freiwillig testen lassen. Bislang ergab sich hier kein einziger positiver Befund innerhalb der Landkreisbevölkerung. „Das ist für uns ebenfalls eine sehr gute Nachricht“, so der Landrat.

1. August 2020: Weiterer Betrieb in Mamming betroffen

Seit Donnerstag werden alle Saisonarbeitskräfte im Landkreis auf Corona getestet. Im Zuge der Reihentestungen wurden auf einem weiteren Betrieb in Mamming Infizierte registriert. 27 von etwa 600 Mitarbeitern eines Konservenherstellers tragen demzufolge sicher das Covid-19-Virus in sich. Die Infizierten und deren Kontaktpersonen wurden umgehend von den negativ Getesteten getrennt und isoliert.

„Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Mamminger Betriebe gab es offenbar Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften, die zu einer Übertragung des Virus geführt haben“, vermutet Landrat Werner Bumeder. „Wir gehen dennoch weiterhin fest davon aus, dass für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises kein Ansteckungsrisiko bestand.“

Schließlich ist die Zahl der Neuinfektionen trotz der massiven Ausweitung der Tests in der Landkreisbevölkerung auf einem sehr, sehr niedrigen Niveau geblieben. Annähernd 5.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich seit Montag an einer der vier Teststationen freiwillig untersuchen lassen. Bislang ist nur ein einziger positiver Fall bekannt, der in keinem Zusammenhang mit den beiden Betrieben steht und außerhalb des Landkreises wohnt.

Mit Ausnahme der beiden Mamminger Betriebe ergaben die Reihentestungen der Saisonarbeitskräfte im Landkreis Dingolfing-Landau bislang ausschließlich negative Befunde. 25 von 26 Betrieben sind mittlerweile ausgewertet.

31. Juli 2020: Nachtestung ergibt weitere Infizierte

Nach dem Corona-Massenausbruch in Mamming hat auf dem betroffenen Betrieb eine zweite Testung stattgefunden. Hierzu liegen jetzt die Ergebnisse vor: 52 Neuinfizierte sind demnach hinzu gekommen, 231 Erntehelfer sind auch das zweite Mal negativ getestet worden.

Das Landratsamt hat noch am Freitagabend eine Trennung der nun positiv getesteten Saisonarbeitskräfte von den negativ Getesteten in die Wege geleitet. „Nun ist leider eingetreten, was wir schon befürchtet hatten: Die Zahl der Infizierten auf dem Betrieb ist aufgrund der vielen Personen auf engstem Raum weiter angestiegen“, sagt Landrat Werner Bumeder. Bisher handelte es sich um 178 positive Fälle, zwei weitere wurden nach einer Vor-Ort-Testung durch den betreuenden Arzt am 31. Juli gemeldet. Mit den 52 Neuinfizierten nach der Zweittestung auf dem Betrieb summiert sich die Zahl der Corona-Positiven dort nun auf insgesamt 232 Personen.

„Für die Landkreisbevölkerung geht von diesem Betrieb dennoch kein Ansteckungsrisiko aus. Schließlich wurde für alle Erntehelfer des Betriebs – ganz gleich ob positiv oder negativ getestet – sofort nach Bekanntwerden des Corona-Massenausbruchs eine strikte Quarantäne angeordnet“, erklärt Landrat Werner Bumeder. „Das sind bittere Neuigkeiten, trotzdem sollten wir auch in dieser Stunde nicht vergessen: Es gibt weiterhin keine Indizien dafür, dass das Virus in die Bevölkerung getragen wurde.“

Trotz massiver Ausweitung der Tests seit Anfang der Woche ist die Zahl der Neuinfektionen außerhalb des landwirtschaftlichen Betriebes bislang auf einem sehr, sehr niedrigen Niveau geblieben. Bei mehreren tausend freiwilligen Testungen an den Teststationen gab es bislang nur einen einzigen positiven Fall, der unverzüglich informiert und in Quarantäne versetzt wurde. Auch die bislang ausgewerteten Reihentestungen auf anderen Betrieben haben keine Neuinfektionen ergeben.

29.7.2020: Keine Infektionen in Mamming außerhalb des Betriebes

Mit erfreulichen Nachrichten hat sich Landrat Werner Bumeder in einer Pressekonferenz am Dienstag an die Öffentlichkeit gewandt: Von den 318 Tests der Mamminger Bürgerinnen und Bürger, die am Montag durchgeführt wurden, sind  bislang 308 ausgewertet – alle mit einem negativen Ergebnis. Die übrigen zehn Tests befinden sich noch in der Auswertung.

„Nach den hohen Infektionszahlen vom Wochenende auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming ist das für uns ein Lichtblick“, sagte Landrat Werner Bumeder. „Wir hoffen natürlich, dass sich dieser positive Trend bestätigt und wir bei den weiteren Testungen ähnliche Ergebnisse erhalten.“ Die Bürgerinnen und Bürger, die sich am Montag in Mamming testen ließen, werden spätestens morgen über ihr Ergebnis informiert.

Es gibt inzwischen auch erste Testergebnisse von anderen landwirtschaftlichen Betrieben mit Saisonarbeitskräften aus den Nachbarlandkreisen. Bislang liegen von zwei Betrieben mit insgesamt 110 Erntehelfern Ergebnisse vor – alle sind negativ. Landrat Werner Bumeder teilte mit, dass die Testungen in anderen Betrieben, auch in unserem Landkreis, in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.

Auf dem betroffenen Gemüsebaubetrieb kamen zwei positive Testergebnisse hinzu. Damit ist die Zahl der Infektionen auf 176 gestiegen.

28.7.2020: Staatsregierung sieht in Agrarbetrieben mit Saisonkräften hohes Gefährdungspotential

Der Corona-Ausbruch in Mammimg war Gegenstand der heutigen Kabinettssitzung. Die Staatsregierung geht davon aus, dass landwirtschaftliche Betriebe mit Saisonarbeitnehmern für Corona-Ausbruchsgeschehen ein hohes Gefährdungspotentia hätten, das durch konsequente betriebliche Schutz- und Hygieneauflagen minimiert werden müsse.

Wird ein Corona-Ausbruchsgeschehen festgestellt, werden umgehend prioritär – wie im niederbayerischen Mamming – der Betrieb selbst sowie konzentrisch alle umliegenden landwirtschaftlichen Betriebe kontrolliert und alle Saisonarbeitnehmer und sonstige Betriebszugehörige getestet. Im Fall einer positiven Testung wird unverzüglich eine umfassende Quarantäne angeordnet.

Landwirtschaftliche Betriebe mit Saisonarbeitnehmern werden generell in kürzeren Intervallen als bisher, auch unangemeldet Tag und Nacht, kontrolliert und auf eine Corona-Infektion getestet. Für die Kontrollen werden gemeinschaftliche Teams gebildet, bestehend aus den örtlichen Gesundheitsämtern, den Landwirtschaftsämtern sowie den Gewerbeaufsichtsämtern/Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Aufbau und Einsatz der gemeinschaftlichen Teams erfolgen unter Koordinierung durch die zuständige Kreisverwaltungsbehörde.

Die Staatsregierung bekräftigte, dass Verstöße gegen Schutz- und Hygieneauflagen in landwirtschaftlichen Betrieben mit Saisonarbeitnehmern eine Verbreitung des Corona-Virus begünstigen würden und damit die Gesundheit vieler anderer gefährden könnten. Solche Verstöße könnten nicht hingenommen werden und seien konsequent sowie mit abschreckender Wirkung zu ahnden. Dazu hat das Kabinett zwei konkrete Maßnahmen festgelegt:

  • Für Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe, die mindestens 50 Personen beschäftigen, die in Sammelunterkünften oder in betriebseigenen oder angemieteten Unterkünften untergebracht sind, können die aus infektionsschutzrechtlicher Sicht erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden im Einzelfall angeordnet werden. Die Betreiber sind für die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen verantwortlich zu machen und haben dies regelmäßig zu überprüfen und zu dokumentieren. Der Dringlichkeit der Pflichten der Betreiber wird durch eine Ausschöpfung des Bußgeldrahmens besonderer Nachdruck verschafft.
  • Verstöße gegen infektionsschutzrechtliche Anordnungen können nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes in Verbindung mit der bayerischen Infektionsschutzverordnung mit einem Bußgeld geahndet werden, das bis zu 25.000 Euro betragen kann.

27.7.2020: Mobile Teststation „Drive-in“ für die Mamminger Bevölkerung eröffnet

Für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Mamming besteht seit heute 15 Uhr am Verkehrsübungsplatz neben der Isar (Einfahrt Sportgelände) die Möglichkeit, sich freiwillig und kostenlos auf das Corona-Virus testen zu lassen. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich.

Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die die Teststation nicht aufsuchen können, sich aber trotzdem testen lassen wollen, können sich bei der Gemeinde Mamming (Tel. 09955 9311-0) melden. Für diesen Personenkreis steht ein mobiles Team des Bayerischen Roten Kreuzes zur Verfügung, das diese Bürgerinnen und Bürger ab morgen, Dienstag, zuhause aufsucht und testet.

Die Teststation ist heute, Montag, bis 19 Uhr geöffnet. Ab morgen, Dienstag, und an den kommenden Tagen wird die Teststation von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr betrieben. Um einen möglichst reibungslosen und schnellen Ablauf zu gewährleisten, können ausschließlich Personen mit Pkw und keine Fußgänger bzw. Radfahrer getestet werden. Die Möglichkeit der Testung besteht hier nur für die Einwohner der Gemeinde Mamming. Für alle anderen Landkreisbürger wird eine weitere Teststation im Landkreis vorbereitet. Darüber hinaus wird auf die bestehenden Möglichkeiten durch den Hausarzt hingewiesen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) bietet zudem auf Ihrer Homepage www.kvb.de die Suche: „Arzt für Coronavirus Test“ an.

Aufgrund der vielen Anfragen ist das Bürgertelefon am Landrtsamt von 14 bis 16 Uhr wieder freigeschaltet. Alle Bürgerinnen und Bürger können sich mit ihren Fragen rund um das Corona-Geschehen an das Team des Bürgertelefons unter Tel. 08731 87-200 wenden. An den kommenden Werktagen ist das Bürgertelefon jeweils von 8 bis 16 Uhr besetzt.

27.7.2020: Söder kündigt höheres Strafmaß an

Digolfing/Landau - Nach Gesundheitsministerin Huml hat auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mehr Kontrollen auf landwirtschaftlichen Betrieben angekündigt. „Alle Betriebe werden in noch kürzeren Intervallen geprüft“, sagte Söder. Gemischte Teams mit Vertretern des Gesundheitsamts, der Gewerbeaufsicht und der Landwirtschaftsverwaltung werden die Betriebe unangemeldet überprüfen. Zudem sollen alle Erntehelfer verpflichtend durchgetestet werden. Bei Verstößen seitens der landwirtschaftlichen Betriebe wird das Bußgeld von 5.000 auf 25.000 Euro erhöht, betonte Söder.

Die Betriebe seien verpflichtet, die vom Bund erarbeiteten Hygienekonzepte einzuhalten, die unter anderem das Arbeiten in festen Gruppen vorsehen. In Mamming seien Verstöße registriert worden, die zu den Corona-Fällen geführt haben. Der Betrieb steht unter Quarantäne und das Gelände ist mit einem Bauzaun gesichert. Ein Sicherheitsdienst überwacht die Einhaltung der Quarantäne.

Noch hofft die Staatsregierung, dass es bei dem lokalen, abgrenzbaren Ausbruch in Mamming bleibt. Zwar liege die Zahl der Infizierten über der Grenze von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, ein Lockdown des Landkreises Dingolfing-Landau sei derzeit aber nicht notwendig. Man werde das Geschehen in den nächsten Tagen weiter beobachten und erwartet sich durch die weiteren Tests der Erntehelfer auf anderen Betrieben ein „klares Bild über das Ausbruchsgeschehen in Bayern“, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ergänzte. (ak)

26.07.2020: Testoffensive in landwirtschaftliche Großbetrieben steht an

Angesichts des Corona-Geschehens im Landkreis Dingolfing-Landau wird das Testangebot deutlich ausgebaut. Das haben Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Landrat Werner Bumeder am Sonntag mitgeteilt.

Zuvor waren 174 von insgesamt 479 Erntehelfern eines landwirtschaftlichen Betriebes in der Gemeinde Mamming positiv auf Covid-19 getestet worden. Die positiv getesteten Saisonarbeitskräfte wurden umgehend von den Negativ-Getesteten getrennt. Der komplette Betrieb steht unter Quarantäne, auch die Erntearbeiten ruhen derzeit.

Landrat Werner Bumeder hat vor den Pressevertretern angekündigt, auf dem Betrieb weitere Testungen durchzuführen. Darüber hinaus wird allen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Mamming angeboten, sich freiwillig und kostenlos testen zu lassen. Auch die Testangebote für die Bürgerinnen und Bürger außerhalb der Gemeinde Mamming sollen ausgeweitet werden, da nun mit einer erhöhten Nachfrage zu rechnen ist.

Gleichzeitig kündigte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml eine neue Testoffensive in landwirtschaftlichen Großbetrieben an. Ziel sei, größeren Ausbruchsgeschehen wie aktuell in dem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming vorzubeugen. Huml dazu wörtlich: „Ein Schwerpunkt unserer Reihentests liegt natürlich auf dem betroffenen Landkreis Dingolfing-Landau und den anliegenden Landkreisen.“

25. Juli 2020: Zahl der Infizierten hat sich deutlich erhöht

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat Samstagabend bekannt gegeben, dass auf dem Gemüsehof in der Gemeinde Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) neben den bereits bekannten sieben Fällen 167 weitere Erntehelfer Träger des Virus sind. Die Saisonkräfte haben in der Gurkenernte gearbeitet.

Der gesamte Betrieb steht unter Quarantäne. Das bedeutet, dass momentan auch die negativ getesteten Kontaktpersonen – also alle 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Betriebsleitung – das Betriebsgelände nicht verlassen dürfen. „Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, müssen wir zum Schutz der Bevölkerung leider diesen Schritt gehen“, erklärte Landrat Werner Bumeder am Samstagabend. Es wurde umgehend angeordnet, die infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Nicht-Infizierten zu trennen. Ein Sicherheitsdienst überwacht die strikte Einhaltung der Quarantäne.

Landrat Werner Bumeder bat die Bevölkerung nach Vorliegen der Testergebnisse am Samstag erneut, Ruhe zu bewahren: „Nach unseren Informationen handelt es sich um einen in sich geschlossenen Personenkreis.

24. Juli 2020: Erntehelfer in Gemüsebaubetrieb erkrankt

Sieben Erntehelfer sind auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming im Landkreis Dingolfing-Landau positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Landratsamt Dingofling-Landau mitgeteilt.

Nun werden alle 450 weiteren Mitarbeiter und Erntehelfer des Betriebes noch am Freitag getestet. Mit Ergebnissen rechnet das Landratsamt in der kommenden Woche. Erste Quarantänemaßnahmen wurden getroffen.

Wo und wie sich die Erntehelfer des Betriebes angesteckt haben ist derzeit noch nicht geklärt. (fm)

Weiterer Corona-Fall in Garching

Indes wurde laut dem Landratsamt Altötting auch im Rahmen einer vorsorglichen Testung durch das Gesundheitsamt bei einem Erntehelfer Sars-CoV-2 nachgewiesen und dieser abgesondert.

Der betroffene Erntehelfer war am Montag mit 57 weiteren Erntehelfern aus Rumänien nach Garching angereist. Bei der Untersuchung der 57 Kontaktpersonen wurden 15 weitere positiv getestet.

Die Erntehelfer mit Sars-CoV-2-Nachweis wurden isoliert sowie deren Kontaktpersonen abgesondert. Bei allen Kontaktpersonen findet zeitnah eine erneute Abstrichunersuchung statt.

Erneut Corona-Fälle bei Tönnies

Zudem werden aktuell (24.07.20) auch weitere Corona-Erkrankungen bei Tönnies-Mitarbeitern in Rheda-Wiedenbrück gemeldet. 

Erst gestern hatten wir über "Die wahren Gründe für die Coronafälle" bei Tönnies berichtet.