Lebenseinstellung

Das Leben selbst gestalten

Musik
Helga Gebendorfer
am Freitag, 06.03.2020 - 08:36

Maximilian Schwarzhuber spricht auf dem Rottenburger Landfrauentag, wie er trotz Einschränkung sein Leben meistert.

Referent
Rottenburg/Lks. Landshut Aus einer persönlichen Katastrophe ein Meisterwerk machen – Referent Maximilian Schwarzhuber aus Wolnzach brachte ein ernstes, aber ermunterndes Thema in den Rottenburger Landfrauentag. Dazu konnte Kreisbäuerin Angelika Graf im Eigenstetter-Saal neben einer Reihe von Ehrengästen zahlreiche Bäuerinnen und Landfrauen begrüßen. Für die Organisation und Dekoration des Landfrauentages bedankte sie sich mit einem herzlichen Vergelt´s Gott bei Beirätin Ursula Pichlmeyer sowie allen Ortsbäuerinnen, die verantwortlich waren.
„Ich freue mich, dass Sie sich heute eine kleine Auszeit vom Alltag gönnen“, meinte die stellvertretende Bezirksbäuerin Renate Stöckl. Sie forderte dazu auf, die Region und den ländlichen Raum zu gestalten. „Dabei bringen sich die Landfrauen mit Herzblut ein“, merkte sie an. Mehr als die Hälfte der bayerischen Bevölkerung lebe ja auch auf dem Land. „Eigentlich leben wir in einer Bilderbuchlandschaft, die die Landwirtschaft und Landfrauen gestaltet haben“, bemerkte Kreisobmann Georg Sachsenhauser. Gleichzeitig bedauerte er, dass der Berufsstand immer wieder am Pranger steht und für viele Probleme verantwortlich gemacht wird.
Maximilian Schwarzhuber war als Zweijähriger von einer Krankheit mit aufsteigender Lähmung betroffen. Letztendlich entschloss er sich 2017 nach langem Kampf, beide Unterschenkel amputieren zu lassen – wollte aber weiter sein Leben aktiv gestalten. Inzwischen nahm er bereits beim Lauf 10 in Wolnzach teil, beteiligte sich am Halbmarathon und Triathlon und überquerte mit dem Fahrrad die Alpen. „Mein ganz großes Ziel ist der Ironman in Hawaii“, verriet er.
„Es sind nie die Umstände, die etwas beeinflussen, sondern es ist eine Frage der Entscheidung und der Lebenseinstellung“, stellte er fest. Jeder Mensch kann Enormes leisten, denn jeder hat ein unfassbar hohes Potenzial. Störfaktoren, das heißt negative Emotionen wie Angst, Hass, Neid, Frustration sollten so gut wie möglich ausgeschlossen werden.
„Das Leben ist ein Spiel“, bekräftigte Schwarzhuber. Für die eigenen Gedanken und Gefühle heißt es, Verantwortung zu übernehmen, das bedeutet, jeder ist selbst schuld daran, wie er sich fühlt. Zudem ist es nötig, die Realität zu akzeptieren und ja zu sagen, zu dem Unveränderbaren.