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Landfrauen: Stabilität für unsere Gesellschaft

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Lorenz Märtl
am Dienstag, 14.04.2020 - 09:01

Gleich zwei Staatsminister bei den Landfrauen im Landkreis Neumarkt.

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Postbauer-Heng/Lks. Neumarkt i.d.Opf - Als eine eindrucksvolle Leistungsdemonstration der Landfrauen („traditionell, modern und vielfältig“) wertete Bezirksbäuerin Rita Blümel den traditionellen Neumarkter Landfrauentag, der noch vor den Beschränkungen durch die Coronakrise stattfand und den heuer gleich zwei Minister aufwerteten: Heimat- und Finanzminister Albert Füracker und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger waren gekommen.

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Kreisbäuerin Sieglinde Hollweck betonte, dass sich die Landfrauen getreu dem Motto „Region gestalten“ mit Herzblut dafür einsetzen. Sie würden auch dem Bedürfnis der Konsumenten nach transparent hergestellten Lebensmitteln entsprechend arbeiten. Das unterstrich auch Landrat Willibald Gailler mit dem Hinweis, dass der Kreis Neumarkt stark ländlich dominiert sei.

Dank für die gute Arbeit der Bäuerinnen

„Danke liebe Bäuerinnen für Eure harte Arbeit, ohne Euch würde die Landwirtschaft nicht funktionieren“, lobte der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger und machte deutlich, dass gesunde Lebensmittel, regionale Wirtschaftskreisläufe, sparsamer Umgang mit Ressourcen, Wiederverwertung, wenig Flugreisen, soziales Engagement, Bewahren von Traditionen, Weitergabe von Wissen über Generationen in einer schnelllebigen Zeit „wofür Ihr jahrelang belächelt wurdet“ nun plötzlich wiederentdeckt werden. Er bezeichnete die Bäuerinnen als „Stabilitätsanker dieser Gesellschaft“ und bekräftigte im Einvernehmen mit Albert Füracker, dass man sich weiter vor die Landwirte stellen und deren Interessen vertreten werde.

Für die Interessen der Landwirtschaft streiten

Füracker ergänzte Hubert Aiwangers Ausführungen dahingehend, dass die Politik in der bestehenden Gesellschaft mit den Herausforderungen zurechtkommen müsse. Es nutze allerdings nicht, wenn man sich gegenseitig bestätige, dass man Recht habe, sondern müsse die Meinung auch dort einbringen, wo andersdenkende Menschen sich treffen. „Dort ist es wichtig für die Interessen der Landwirtschaft zu streiten“, so der Minister.
Bereits seit 43 Jahren sorgt der Landfrauenchor für den musikalischen Rahmen des Landfrauentages. Für Chorleiterin Resi Weber war dies der richtige Rahmen, langjährige Sängerinnen in den Mittelpunkt zu stellen, die von Kreisbäuerin Sieglinde Hollweck Blumen, Ehrenzeichen und Urkunde entgegennehmen konnten: Berta Heinloth (35 Jahre), Maria Deß (30) und Maria Holfelder (40). Doch nicht genug der Ehrungen. Bezirksbäuerin Rita Blümel würdigte die Leistung von Ziegenhofwirtin Maria Deß als Unternehmerin des Jahres und seitens der Landfrauen ging die Auszeichnung „Silbernes Herz“ in diesem Jahr an die Feuerwehren im Landkreis Neumarkt , insbesondere an die vielen weiblichen Mitglieder, deren Zahl und Bedeutung ständig wächst. So sind derzeit von den insgesamt 7850 Aktiven der 153 Feuerwehren schon 1237 Frauen.