Landschaftspflege

Labertal-Projekt läuft weiter

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Helga Gebendorfer
am Mittwoch, 21.10.2020 - 09:42

Das Anschlussprojekt soll für die Zukunft die ökologische Wertigkeit des Tals der Großen Laber sicherstellen.

Bei der kürzlich abgehaltenen Auftaktveranstaltung mit Regierungspräsident Rainer Haselbeck im Rathaus Langquaid fiel der Startschuss für das „Labertal-Projekt 2030“ durch die Bewilligung der Regierung von Niederbayern in Abstimmung mit der Höheren und Unteren Naturschutzbehörde.

Das Labertal ist ein Naturraum von besonderer Bedeutung. Schon in den 1990er Jahren haben sich die angrenzenden Gemeinden, der Naturschutz, die Wasserwirtschaft und die Landwirtschaft zusammengetan, um die wertvollen Auelebensräume und den mäandernden Fluss zu schützen. 2018 wurde das erste Labertal-Projekt erfolgreich mit der Einweihung der Storchenroute abgeschlossen.

Zukunftsweisend und wichtig für die Heimat

Das Anschlussprojekt soll auch für die Zukunft die ökologische Wertigkeit des Tals der Großen Laber sicherstellen und verfolgt zukunftsorientierte Ziele wie Arten- und Biotopschutz, Gewässer-, Moor- und damit auch Klimaschutz.

„Das Labertal ist etwas ganz Besonderes. Es ist zukunftsweisend und wichtig für unsere Heimat“, stellte Bürgermeister Herbert Blascheck bei der Begrüßung der Gäste fest. Er bezeichnete das Tal als kleines Naturjuwel mit einer besonderen Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Landschaftselementen. „Dieser Lebensraum ist keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen ihn wertschätzen, erhalten und gestalten. Er ist unverwechselbar, unverzichtbar und wertvoll für unsere Region“, betonte er und dankte für die bisher partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Akteure.
Die Aussagen ihres Kollegen bekräftigten auch die Vertreter der Partnergemeinden Ida Hirthammer, Bürgermeisterin von Herrngiersdorf, und Matthias Hermann, stellvertretender Bürgermeister des Marktes Rohr. Landrat Martin Neumeyer sagte allen Beteiligten ein großes Dankeschön für ihr Engagement und die Partnerschaft auf Augenhöhe.

Finanzierung ist gut angelegtes Geld

„Wir haben die Finanzierung gerne gegeben, da sie richtig eingesetzt ist“, machte der Regierungspräsident klar, der darauf hinwies, dass dies ein Pilotprojekt ist, weil es das erste Projekt in Niederbayern ist, das über mehrere Jahre läuft. „Es liegt am Puls der Zeit, trifft den Nerv der Gesellschaft und trägt dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten und schützen“, bemerkte er.
Projektträger ist weiterhin der Landschaftspflegeverein Kelheim VöF. Das Projektgebiet umfasst das Labertal mit einem Naturschutz- und FFH-Gebiet sowie Wiesenbrüterkulissen und erstreckt sich über rund 800 ha. Zu den Zielen gehören Erhalt und Verbesserung der Biodiversität auf artenreichen Grünlandflächen und Feuchtlebensräumen.