Bauernmarkt

Kunden schätzen regionale Qualität

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Florian Zach
am Dienstag, 05.10.2021 - 10:54

Der Bauernverband Cham und die kommunale Politik treffen sich auf dem Bauernmarkt. Der Chamer Bauernmarkt ist der älteste seiner Art in der Oberpfalz.

Cham Regional erzeugte Lebensmittel liegen im Trend. Die Verbraucher können nachvollziehen, welche Wege ihr Essen gemacht hat, bevor es schmackhaft zubereitet auf dem Mittagstisch landet und für die Landwirte bleibt unterm Strich mehr übrig, um auch weiterhin in das nachhaltige Erzeugen von Produkten investieren zu können – ein Anliegen, das der Bayerische Bauernverband auch im Landkreis Cham gerne unterstützt.

In der Kreisstadt findet jeden Samstag auf dem Marktplatz ein Bauernmarkt statt. Der perfekte Ort also, um auf die heimische Lebensmittelproduktion hinzuweisen. Dafür holte sich der Bauernverband noch einmal einen Schlepper auf den Markt, der zwischen den Ständen der Marktbeschicker, mit Blumen verziert, und mit der Aufschrift „Wichtiger denn je – Lebensmittel aus Bayern“, für regional erzeugte Produkte warb.

Das Bewusstsein nochmals erhöht

Der Chamer Bauernmarkt ist der älteste seiner Art in der Oberpfalz. Seit 32 Jahren, ohne Unterbrechung, bieten die Standbetreiber jeden Samstag regionale Waren feil. Organisiert wird der Markt durch einen Verein, dessen Vorsitzender Martin Hofstetter ist, der aktuell besonders darauf verweist, dass die Corona-Pandemie das Bewusstsein der Verbraucher für die guten Lebensmittel aus der direkten Umgebung noch einmal erhöht hat.

Diesen Eindruck kann auch Kreisobmann Josef Wutz bestätigen. „Besonders zu Zeiten der Pandemie beschäftigten sich die Menschen noch intensiver mit der Herkunft ihrer Lebensmittel und deren Erzeugung“, so Wutz. Regionale und damit natürlich auch immer saisonale Produkte lägen voll im Trend, freut sich der Kreisobmann weiter. „Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie schnell Lieferketten reißen können. Unsere regionalen Vermarkter haben hier aber für volle Regale gesorgt“, freut sich Wutz.

Ein wichtiger Fixpunkt

Landrat Franz Löffler lobte die Aktion des Bauernverbandes. In einem Grußwort bedauerte er, dass in der Vergangenheit zu oft der Zusammenhang von Herstellung und dem direkten Kontakt zum Verbraucher verloren gegangen sei.

Für Martin Stoiber, Chams ersten Bürgermeister, der den Bauernmarkt quasi direkt von seinem Amtssitz aus im Blickfeld hat, ist der Markt ein wichtiger Fixpunkt im städtischen Leben und ein Leuchtturm für Freunde regionaler Qualität. „Die Besucher und Kunden hier wissen das gute Angebot zu schätzen. Sie kennen die Qualität. Und sie sind bereit, für hochwertige Lebensmittel auch einen entsprechenden Preis zu bezahlen“, betont Stoiber.

Kreisbäuerin Rosmarie Maier appellierte abschließend an Verbraucherinnen und Verbraucher: „Kauft weiterhin auf dem Bauernmarkt oder bei den Direktvermarktern ein. Das bietet Vorteile für alle Beteiligten.“