Konferenz

Kompetenz auch für Ökobetriebe

Ökolandbau-Blühfläche-Sonnenblumen
Markus Bauer
am Montag, 12.04.2021 - 18:08

Eine BBV-Konferenz beschäftigte sich mit dem Ökolandbau in Niederbayern und der Oberpfalz. Die Nachfrage nach regionalen Ökoprodukten steigt weiter. Entsprechend ergeben sich neue Chancen.

Die BBV- Bezirksverbände Niederbayern und Oberpfalz luden ihre Mitglieder ein zu einer Videokonferenz mit dem Thema „im Bayerischen Bauernverband“. Niederbayerns Bezirkspräsident Gerhard Stadler freute sich, dass er über 50 Personen begrüßen konnte und bedankte sich besonders beim oberpfälzer BBV-Präsidenten Josef Wutz für die Durchführung der gemeinsamen Veranstaltung.

Die beiden ehrenamtlichen Bezirksvertreter im Landesfachausschuss Ökolandbau des Bayerischen Bauernverbandes nutzen gleich zu Beginn die Gelegenheit, sich vorzustellen. Für die oberpfälzer Biobetriebe engagiert sich die Biobäuerin Katrin Zoglauer, Milchviehhalterin aus Hohenwarth im Landkreis Cham, in diesem Gremium und die niederbayerischen Anliegen der Ökobetriebe vertritt der Ökobauer Alois Sitzberger, Milchviehhalter aus Winzer im Landkreis Deggendorf.

„Regional“ und „öko“ bleiben weiter gefragt

Anschließend informierte die Referentin für ökologischen Landbau im Generalsekretariat des Bayerischen Bauernverbandes, Daniela Gehler, über die Arbeit des BBV für Ökobetriebe. Sie verwies auf die steigende Nachfrage nach regionalen Ökoprodukten und verdeutlichte, dass sich hier viele Chancen für bayerische Betriebe ergeben können. Die Wachstumsraten für Biolebensmittel lagen in den letzten Jahren teilweise über 20 %, sagte die Referentin.

Der Umsatzanteil für Biolebensmittel am Gesamtlebensmittelmarkt betrage derzeit ca. 7 %, sagte Gehler, „hier gibt es noch Luft nach oben“. Sie verwies in diesem Zusammenhang auch auf Untersuchungen, wonach der in einem Haushaltspanel ermittelte tatsächliche Einkauf bei vielen Bioprodukten geringer sei als der „gefühlte“ Einkauf bei Umfragen. Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten liege der Bioanteil beim Einkauf von Lebensmittel im Mittelfeld. Wichtig sei, dass die höheren Produktionskosten in den Biobetrieben durch eine höhere Wertschöpfung bei den Produkten ausgeglichen werden. Der Mehrwert müsse bei den Bauern ankommen und nicht beim Handel hängen bleiben.

Breites Spektrum bei der Beratung geboten

Gehler verwies auf verschiedene Bereiche, in denen der BBV für Biobetriebe tätig ist, angefangen von der Düngeverordnung, über praxistaugliche Regelungen bei der EU-Ökoverordnung bis hin zu besonderen Auflagen bei der Tierhaltung.
Abschließend verwies Gehler auf das umfangreiche Beratungsangebot an den BBV-Geschäftsstellen. Für besondere Fragen zur Umstellung auf Bio stehen für Niederbayern Regina Silbereisen von der Geschäftsstelle Passau und für die Oberpfalz Ariane Volkmann von der Geschäftsstelle Amberg zur Verfügung.