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Schweinekontrollring

Klein, aber leistungsstark

SKR- Mainburg_jo
Helga Gebendorfer
am Montag, 02.03.2020 - 13:34

Wir können zufrieden sein. 2019 war ein turbulentes Jahr, aber im Großen und Ganzen hat es gepasst“, lautete das Resüme von Vorsitzenden Hubert Ertlmaier bei der Jahreshauptversammlung vom Schweinekontrollring Mainburg (SKR) im Gasthaus Gschlössl.

Berghausen/Lks. Kelheim - „Nach seiner Angabe startete eine regelrechte Preisrallye, nachdem in China die Schweineproduktion eingebrochen war. Die Schweinepreise erreichten schließlich ein Niveau wie zuletzt bei der BSE-Krise. „Bei diesen Preisen hat die Arbeit Spaß und Freude gemacht“, verriet er. Gleichzeitig blickte er auf die Vielzahl von aktuellen Herausforderungen wie Schwanzkupieren, ASP und Düngeverordnung. „Im Moment beschäftigen uns viele Themen und Fragen, vor allem für die Zukunft“, meinte Ertlmaier. Wer im Geschäft bleibt, muss lernen mit den Anforderungen umzugehen. „Doch den kleineren Betriebe fällt es immer schwerer, Geld in die Hand zu nehmen, um die Auflagen zu erfüllen. Ich befürchte, dass eine Reihe von Betrieben nacheinander aufhören werden“, mutmaßte er.

Die Leistungszahlen können sich nach Auskunft von Ringberater Rudi Zieglmayer beim Mainburger Ring durchaus sehen lassen. Demnach umfasst die Organisation zehn (–1) Betriebe mit 5125 Mastplätzen und 512 Plätzen pro Betrieb. Im Wirtschaftsjahr 2018/2019 wurden 12211 Tiere abgeschlossen. Die täglichen Zunahmen betrugen 788 g und die Verluste machten 2,81 % aus. Pro Kilogramm wurden 1,61 € erlöst und es wurden pro Tier 28,30 € Direktkosten freie Leistungen erzielt. „Damit können wir mit den großen Basisringen vom Fleischerzeugerring Landshut mithalten“, stellte der Ringberater fest.