Produktvorstellung

Juradistl: Jetzt gibt es auch Apfelsaft

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Markus Bauer
am Freitag, 21.05.2021 - 10:37

Aus Äpfeln von Streuobstwiesen im Juradistl-Verbreitungsgebiet entsteht Apfelsaft. Es bräuchte aber noch mehr Streuobstwiesen.

Obertraubling/Lks. Regensburg Die Apfelschorle gab es schon – jetzt bietet die Naturschutzmarke Juradistl zusätzlich einen „Juradistl-Apfelsaft“ an, hergestellt aus Äpfeln von Streuobstwiesen im Juradistl-Verbreitungsgebiet. Bei einem Ortstermin in der Streuobstwiese bei Oberhinkofen (Gemeinde Obertraubling) wurde das neue Getränk vorgestellt, das ebenfalls die Kelterei Nagler produziert.

Ein Herzensprojekt und gelebter Naturschutz

Die Vertreter der daran beteiligten Einrichtungen trafen sich auf der Streuobstwiese, um das neue Produkt zu präsentieren und darauf anzustoßen. „Juradistl ist ein Herzensprojekt und gelebter Naturschutz“, stellte Landrätin Tanja Schweiger zu Beginn ihres Grußwortes fest und wies auf die erfolgreiche Geschichte, die Produkte und die Kunden (z. B. Uni-Mensa, Kantinen) hin.

Ihr Dank galt in erster Linie dem Landschaftspflegeverband, der über den Naturschutz viel zu diesem Projekt beiträgt – unter anderem eben auch bei der Pflanzung und Pflege der Streuobstwiesen.

„Seit vielen Jahren setzen wir uns für die Streuobstwiesen und das Obst ein, mit den OGVs als Partner. Das ist für uns eine Herzensangelegenheit“, betonte Markus Nagler, Geschäftsführer der Kelterei Nagler. Ebenso verwies er auf die Aspekte „Biotop“ und „Biodiversität“ und auf die besondere Qualität des hier gelieferten Rohstoffs.

„Der Saft von der Streuobstwiese schmeckt anders als von Plantagen“, stellte Nagler mit einem Verweis auf das Öchsle-Säure-Verhältnis fest. Außerdem sei der neue Apfelsaft ebenso wie die Streuobstwiese „eine Wohltat für das Auge“, sagte der Saftexperte, der aber auch deutlich machte: „Wir bräuchten aber noch mehr Streuobstwiesen und entsprechende Erträge.“ Seit 2013 gebe es die Kooperation mit Juradistl, in den acht Jahren seien bereits 1,9 Mio. Liter Apfelsaftschorle verkauft worden. „Zu dem hochwertigen Produkt gehört die formschöne Flasche, um zu zeigen, dass es etwas Besonderes ist“, erklärte Nagler.

Förderfähig: Der Schnitt von Streuobstwiesen

Josef Sedlmeier, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Regensburg, und Heidrun Waidele, dort auch für den Bereich „Juradistl“ zuständig, informierten, dass in den letzten 15 Jahren etwa 3500 Bäume gepflanzt wurden, inzwischen ausgebildete Baumpfleger die Streuobstwiesen betreuen und seit 2020 der Schnitt von Streuobstwiesen auch gefördert werden kann.